Quartalszahlen
Erholung der Wirtschaft beschert US-Banken Gewinnsprünge

Das Geldhaus Morgan Stanley konnte seinen Profit steigern. Foto: Justin Lane/EPA FILE/dpa

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Vor einem Jahr legten US-Banken Milliarden Dollar für befürchtete Kreditausfälle in der Corona-Pandemie zurück. Jetzt wächst die Wirtschaft wieder.

Die Erholung der US-Wirtschaft von der Corona-Krise treibt große US-Banken zu Gewinnsprüngen.

Unter anderem die Bank of America und Wells Fargo profitierten im dritten Quartal von der Auflösung von Rückstellungen, die sie im Pandemie-Jahr 2020 für mögliche Kreditausfälle gebildet hatten. Denn mit dem Anziehen der Konjunktur fallen absehbar doch nicht so viele Kredite aus wie zwischenzeitlich befürchtet.

Die Geldhäuser Morgan Stanley und Citigroup steigerten ihre Profite ebenfalls deutlich. Bereits am Vortag meldete auch die größte US-Bank JPMorgan einen Gewinnsprung.

Die Bank of America löste im Sommer Rückstellungen für Kreditausfälle in Höhe von 624 Millionen US-Dollar (539 Mio. Euro) auf, wie sie in Charlotte mitteilte. Ein Jahr zuvor hatte sie noch 1,4 Milliarden Dollar in die Risikovorsorge gesteckt. Weil jetzt auch die Einnahmen stärker sprudelten, sprang der Überschuss nun um 58 Prozent auf 7,7 Milliarden Dollar nach oben.

Die Erträge – also die gesamten Einnahmen der Bank – legten um 12 Prozent auf 22,8 Milliarden Dollar zu. Das lag nicht zuletzt am Investmentbanking: Hier stiegen die Gebühreneinnahmen um 23 Prozent auf 2,2 Milliarden Dollar und erreichten damit fast ein Rekordniveau.

Auch Morgan Stanley profitierte in den Monaten Juli bis September vom Investmentbanking und der Vermögensverwaltung. Der Gewinn stieg im Jahresvergleich um gut 36 Prozent auf 3,7 Milliarden Dollar. Die Erträge legten um ein Viertel auf gut 14,7 Milliarden…