Regierungsbildung
Neuauflage von Rot-Rot in Mecklenburg-Vorpommern: SPD will mit Linken in Koalitionsverhandlungen gehen

„Wir sehen in der Linkspartei eine Partnerin, mit der wir unser Land gemeinsam voranbringen können“, sagte Ministerpräsidentin Manuela Schwesig

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Nach 15 Jahren soll es in Mecklenburg-Vorpommern eine Neuauflage von Rot-Rot geben. Die SPD unter Ministerpräsidentin Manuela Schwesig will mit den Linken in Koalitionsverhandlungen gehen. Die sei eine „verlässliche und pragmatische Partei“.

Die SPD in Mecklenburg-Vorpommern wechselt nach 15 Jahren ihren Regierungspartner. Ministerpräsidentin Manuela Schwesig, die mit ihrer SPD Ende September die Landtagswahl klar gewonnen hatte, kündigte am Mittwoch in Güstrow Koalitionsverhandlungen mit der Linken an.

„Wir sehen in der Linkspartei eine Partnerin, mit der wir unser Land gemeinsam voranbringen können. Uns geht es um einen Aufbruch 2030, mit mehr Wirtschaft, besseren Löhnen, sozialer Gerechtigkeit und ökologischer Verantwortung“, sagte Schwesig nach einer gut zweistündigen Beratung von Landesvorstand, Parteirat und Landtagsfraktion in Güstrow. Der bislang mitregierenden CDU bleibt somit künftig die Oppositionsrolle.

Koalitionsverhandlungen sollen noch diese Woche beginnen

Nach Angaben Schwesigs fiel die Entscheidung für Rot-Rot in sämtlichen Gremien einstimmig aus. „Es gab in allen Wortbeiträgen Zustimmung für eine solche Koalition“, betonte sie. Es haben mit allen vier möglichen Regierungspartnern, CDU, Linke sowie Grüne und FDP gute Gespräche gegeben. Für sie sei aber wichtig gewesen, mit welcher dieser Parteien es die meisten Schnittmengen gebe und mit wem die beste und stabilste Regierung gebildet werden könne. Die Linke habe in den Sondierungen deutlich gemacht, dass sie gut vorbereitet sei und auch personelle Stabilität gewährleiste. Im…