Neue Studie
Risiko der Immobilienblase steigt weiter – Frankfurt ist der überhitzteste Markt weltweit

Zentrum des Finanzsektors und die Stadt mit dem höchsten Risiko einer Immobilienblase: Frankfurt am Main 

© Uli Deck / DPA

von Phil Göbel
14.10.2021, 17:08 Uhr

Laut einer neuen Studie der Schweizer Bank UBS steigt das Risiko einer Immobilienblase in vielen Großstädten weiter an. In Deutschland ist der Immobilienmarkt in Frankfurt am gefährdetsten.

In den vergangenen Jahren kannten die Immobilienpreise in großen Städten eigentlich nur eine Richtung: nach oben. Weltweit stiegen die Preise für Häuser und Wohnungen in und nahe beliebten Städten teilweise um ein Vielfaches. Experten warnen daher schon seit einiger Zeit vor einer Blasen-Entwicklung. Eine neue Studie der Schweizer Bank UBS bestätigt diese Annahme. 

Das Geldhaus stellt jährlich den „Global Real Estate Bubble Index“ vor. In diesem werden die Risiken für eine Immobilienblase errechnet. Ob der Markt in einer Stadt gefährdet ist, wird anhand der Wohnungspreise im Vergleich zu den durchschnittlichen Bruttoeinkommen der Einwohner berechnet.

UBS untersuchte 25 Großstädte auf der ganzen Welt. Den ersten Platz belegte dabei Frankfurt am Main. Noch vor Städten wie Toronto, Hongkong und München. Laut der Studie ist kein Immobilienmarkt zwischen Mitte 2020 und Mitte 2021 so überhitzt gewesen wie der der Mainmetropole. Die inflationsbereinigten Preise für Wohnungen seien in Frankfurt seit 2016 jährlich um 10 Prozent gestiegen, die Mieten zudem um drei Prozent pro Jahr.

Billiges Geld treibt Immobilienpreise weiter in die Höhe

Gründe für diese weltweite Entwicklung der Wohnungsmärkte gibt es laut den Experten einige. Zum einen sei die Nachfrage nach Wohnungen in urbanen Gebieten weiterhin hoch. Immobilienkonzerne könnten somit höhere Preise als üblich…