von Solvejg Hoffmann
14.10.2021, 14:01 Uhr

In Far Cry 6 stürzen wir uns in einen Befreiungskampf auf der fiktiven Karibikinsel Yara, um die Gewaltherrschaft des größenwahnsinnigen Diktators Antón Castillo zu beenden – mit jeder Menge Waffen und Kuba-Feeling. Der Shooter sorgt mit einer riesigen Open World für jede Menge Spielmöglichkeiten, steht sich damit allerdings oft selbst im Weg.

Es könnte alles so idyllisch sein auf Yara – wäre da nicht Antón Castillo, verkörpert von Breaking-Bad-Schauspieler Giancarlo Esposito, der die Bevölkerung auf der Karibikinsel mit Gewalt unterdrückt. Ziel des skrupellosen Diktators ist es, sein Land zu großem Wohlstand zu führen – mit allen Mitteln, die dazu nötig sind. Und wenn dazu das Töten eines Großteils der Bevölkerung gehört, so nimmt er dies, ohne mit der Wimper zu zucken in Kauf.

Der Pflanzenstoff Viviro, der auf Tabakplantagen auf Yara gewonnen wird und von dem sich Castillo erhofft, dass sich dieser als hochwirksames Arzneimittel gegen Krebs erweist, soll den angestrebten Wohlstand herbeiführen. Dazu setzt Castillo Zwangsarbeit auf den Plantagen ein und testet das Medikament gewaltsam an der eigenen Bevölkerung.

Doch es regt sich Widerstand auf Yara. Als Teil der Guerillabewegung „Libertad“ stürzen sich Spielerinnen und Spieler als Dani Rojas – wahlweise Mann oder Frau – in einen Befreiungskrieg, um Castillos Regime zu stürzen.

Wenig Neues im Paradies

Die packende Ausgangslage mit einer ausbrechenden Revolution auf einer Insel, die stark an Kuba erinnert, und der großartige Schauspieler Giancarlo Esposito in der Rolle des Bösewichts versprechen eine ganz große Geschichte. Doch was folgt, ist vielmehr schnelle Ernüchterung als Begeisterung.

Denn was nun kommt, folgt dem gewohnten Muster des bekannten Shooters. Gemeinsam mit anderen…