Zweiter Weltkrieg
V2-Rakete: Hitlers unheimliche Vergeltungswaffe wird in England ausgegraben

Unterlagen und Raketen wurden nach dem Krieg in die USA gebracht. 

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von Gernot Kramper
13.10.2021, 10:18 Uhr

Die V2 erreichte fast den Weltraum, bevor sie mit ihrem tödlichen Sprengkopf wieder zur Erde stürzte. In Südostengland wurde eine Rakete gefunden, die das Ziel London nicht erreichte.

Die V2-Rakete – auch Aggregat 4 genannt – zählt zu den unheimlichsten Waffen des Dritten Reiches. Sie war die erste ballistische Rakete der Militärgeschichte. Die Rakete trug einen Gefechtskopf von einer Tonne und wurde von mobilen Abschussrampen aus gestartet. Einmal in der Luft konnte sie nicht mehr aufgehalten werden. Mit über fünffacher Schallgeschwindigkeit stürzte sie auf ihr Ziel. Die Opfer waren ahnungslos, der Tod der sie ereilte, war schneller als der Schall.

Nun werden die Überreste so einer V2-Rakete auf einem Feld in Südostengland ausgegraben. Die Raketen wurden zuerst von Frankreich und dann von Holland aus auf London abgeschossen. Diese stürzte ab und erreichte ihr Ziel nicht. Technische Defekte waren bei der Rakete an der Tagesordnung. Ausgegraben wird das Relikt des Krieges von den Brüdern Colin und Sean Welch. Sie sind darauf spezialisiert, Fundstätten der sogenannten „Vergeltungswaffen“ ausfindig zu machen.

Meist finden sie Orte, an denen einen Flugbombe vom Typ V1 eingeschlagen ist. Die V1 könnte man als Vorläufer der Marschflugkörper bezeichnen. Sie wurde von Katapulten aus abgeschossen. Näherten sich die mit einem einfachen brummenden Impulsstrahltriebwerk ausgerüsteten Raketen, waren sie so langsam, dass sie von schnellen Jägern abgeschossen wurden.

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