Regierungskommission
E-Mobilität muss deutlich an Fahrt gewinnen

Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer auf dem ITS-Weltkongress für Mobilität und Logitik in Hambureg. Foto: Markus Scholz/dpa

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Wie kommt man in Zukunft von A nach B – und zwar klimafreundlich? Weiter im privaten Auto oder immer häufiger per Bus und Bahn? Experten haben nun Vorschläge vorgelegt.

Die Elektrifizierung des Straßenverkehrs muss aus Sicht einer Regierungskommission in den kommenden Jahren deutlich an Fahrt gewinnen.

«Trotz erheblicher technischer Fortschritte konnte der Verkehrssektor in den letzten Jahren die CO2-Emissionen nicht reduzieren», heißt es im Abschlussbericht der Nationalen Plattform Zukunft der Mobilität (NPM), der am Mittwoch vorgelegt wurde. Das Verkehrsaufkommen wachse besonders im Güterverkehr. Gleichzeitig würden Klimaziele verschärft.

Nach Einschätzung des Expertengremiums müssen bis 2030 bis zu 14 Millionen Elektrofahrzeuge in Deutschland unterwegs sein, um einen ausreichenden Beitrag zur Umsetzung der im Juni verschärften Klimaziele im Verkehr zu liefern. Als bisheriger Planungshorizont für die Autobranche hätten sieben bis zehn Millionen E-Pkw 2030 gegolten. Vor dem Hintergrund der von der EU-Kommission vorbereiteten Verschärfung der Flottengrenzwerte und Ankündigungen der Hersteller werde jedoch ein deutlich höherer Bestand «als realistisch angenommen und kann für die Erreichung der Klimaziele erforderlich werden».

Von den angestrebten Größenordnungen ist der deutsche Pkw-Fuhrpark allerdings noch sehr weit entfernt, auch wenn der Anteil von E-Autos bei den Neuzulassungen steigt. Der Autoindustrieverband VDA bekräftigte seine Mahnung, dass für den Hochlauf der Elektromobilität eine flächendeckende Ladeinfrastruktur nötig sei, «die den Menschen das Vertrauen gibt, dass sie überall laden können».