Pariser Klimaschutzabkommen
IEA-Bericht: Erforderliche weltweite Emissionsreduzierung reicht nicht aus

Der Anteil an erneuerbaren Energien wie Wind- und Solarenergie muss laut dem aktuellen IEA-Bericht erhöht werden, um die Klimaziele zu erreichen (Symbolbild)

© Patrick Pleul / Picture Alliance

Laut dem Jahresbericht der Internationalen Energie-Agentur (IEA) verläuft die weltweite Energiewende zur Erreichung der Ziele des Pariser Klimaschutzabkommens von 2015 zu langsam. Dabei seien zusätzliche Investitionen oftmals weniger kostspielig als vermutet. 

Nach neuesten Einschätzungen der Internationalen Energie-Agentur (IEA) verläuft die Energiewende hin zu erneuerbaren Energie weltweit zu langsam. Wie es in dem am Mittwoch veröffentlichten Jahresbericht der IEA heißt, müssten die Investitionen auf dem Gebiet in den nächsten zehn Jahren mehr als verdreifacht werden, um die Klimaziele des Pariser Klimaschutzabkommens von 2015 noch erreichen zu können. „Etwa 70 Prozent dieser zusätzlichen Ausgaben müssen in Schwellen- und Entwicklungsländern getätigt werden“, erklärte Agenturchef Fatih Birol.

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Dem Bericht zufolge ist der Anteil an erneuerbaren Energien wie Wind- und Solarenergie im Jahr 2020 weiter gewachsen. Diese Fortschritte reichten jedoch nicht aus, um die globalen Treibhausgasemissionen bis 2050 auf Null zu bringen.

Die IEA berät die Industrieländer in Fragen der Energiepolitik. Für ihre Berechnungen hat sie sich zwei Szenarien angesehen. Das erste geht von Maßnahmen aus, die von den Industriestaaten bereits umgesetzt wurden oder werden.

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