Musiker, Politiker, Terroristen
Geheime Liste: Über diese 4000 Personen und Gruppen sollte man bei Facebook lieber nicht sprechen

Bei Facebook heißt es, die Umsetzung der Impfpflicht für Mitarbeiter in den US-Büros werde von „örtlichen Bedingungen und Vorschriften“ abhängen. Das Vorgehen mit Blick auf Standorte außerhalb der USA werde weiter geprüft.

© Metin Aktas / Picture Alliance

von Malte Mansholt
13.10.2021, 21:01 Uhr

In einer internen Liste zählt Facebook Gruppen, Personen und Organisationen auf, über die Nutzer nicht positiv sprechen dürfen – und setzt diese Regel auch mit Strafen für diese Nutzer um. Dass diese Liste bislang geheim ist, ist nur eines der zahlreichen Probleme mit ihr.

Menschen zusammenbringen und „tiefgreifende“ und „bedeutsame“ Interaktionen ermöglichen – das erklärt Facebook immer wieder zu seinem Ziel. Dass es dabei Grenzen geben muss, etwa bei Beleidigungen oder Drohungen, ist wohl jedem bewusst. Doch alleine positive Äußerungen zu den falschen Personen oder Organisationen kann zu einer Sperre führen. Nun ist die eigentlich geheime Liste durchgestochen worden.

Dass es die Liste gibt, war grundsätzlich bekannt. Moderatoren bei Facebook berufen sich darauf, wenn sie Nutzer sperren. Nur wer genau darauf steht, das wollte der Konzern – trotz anders lautender Empfehlung aus dem internen Aufsichtsgremium – bislang nicht verraten. Die die auf Analyse von Leaks spezialisierte News-Seite „The Intercept“ hat sie nun trotzdem veröffentlicht. Sie finden Sie Liste hier. 

Wie gefährlich ist wer?

Die Liste liest sich wie ein Who-is-Who der internationalen Übeltäter, Verbrecherorganisationen und Radikalen. Über mehr als 4000 Einträge werden Einzelpersonen, kriminelle Gruppierungen, politische Organisationen und auch Musikgruppen gelistet, die Facebook als gefährlich bewertet. Eingeteilt sind sie in…