Europäische Kommission
EU-Mitgliedstaaten erwarten Energiepreis-Empfehlung

Eine Frau dreht am Thermostat einer Heizung. Die steigenden Energiekosten machen Privathaushalten und Unternehmen in den EU-Mitgliedstaaten zu schaffen. Foto: Hauke-Christian Dittrich/dpa

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Die steigenden Energiekosten machen Privathaushalten und Unternehmen in den EU-Mitgliedstaaten zu schaffen. Die Kommission in Brüssel will Menschen und Firmen helfen – mit einer Art Werkzeugkasten.

Was können EU-Staaten gegen die immer weiter steigenden Energiepreise tun? Diese Frage will die Europäische Kommission jetzt beantworten. Die Brüsseler Behörde legt eine sogenannte Toolbox vor.

Der Werkzeugkasten soll Maßnahmen enthalten, die EU-Länder national anwenden können, ohne den Markt zu verzerren. Haushalte und Unternehmen leiden zunehmend unter dem Druck anziehender Heiz- und Stromkosten.

Anstieg um 440 Prozent

Der Großhandelspreis von Erdgas ist zwischen Januar und Oktober um rund 440 Prozent gestiegen. Gas wird genutzt zum Heizen, aber auch zur Stromerzeugung – der fossile Brennstoff hat also auch einen Einfluss darauf, wie viel Strom kostet. In Deutschland ist Strom an der Börse seit Januar rund 140 Prozent teurer geworden, in Italien 340 Prozent und in Spanien sogar 425 Prozent.

Das spiegelt sich auch in den Strom- und Heizkostenrechnungen von Haushalten wieder – wenn auch weniger dramatisch als im Großhandel. Das liegt daran, dass der Verbraucherpreis auch durch Steuern, Umlagen und Netzentgelte bestimmt wird. Laut dem Vergleichsportal Check24 sind die Stromkosten in Deutschland im September im Vergleich zum Vorjahr um 4 Prozent gestiegen. Fürs Heizen zahlten Verbraucher 33 Prozent mehr.

Eingriffe auf nationaler Ebene

Mehrere Mitgliedstaaten haben kurzfristig eingegriffen, um…