Hohe Kosten für Verbraucher
Energiepreise befeuern Inflation: So will die EU Haushalte entlasten

Verbraucher können sich von ihrem Geld immer weniger leisten. Schuld sind die hohen Energiepreise.

© Arne Immanuel Bänsch / Picture Alliance

Es ist das Jahr der Rekorde: Die Inflation steigt erstmals seit 28 Jahren auf über vier Prozent und die Bezinpreise schießen durch die Decke. Leidtragende sind die Verbraucher. Die EU hat versucht sich an einer Lösung.

Höhere Energiepreise belasten die Haushalte zunehmend. Die Inflation in Deutschland übersprang erstmals seit knapp 28 Jahren wieder die Vier-Prozent-Marke. Diesel und Super E10 erreichten Neunjahreshochs. Nach Ansicht der EU-Kommission sollten Haushalte und Unternehmen möglichst schnell geschützt werden. Die noch amtierende Bundesregierung plant keine zusätzlichen Maßnahmen, sondern verwies auf die nächste Regierung. Ein Überblick:

Inflation steigt

Angeheizt vor allem von höheren Energiekosten legten die Verbraucherpreise im September gegenüber dem Vorjahresmonat um 4,1 Prozent zu, wie das Statistische Bundesamt am Mittwoch mitteilte. Die Wiesbadener Behörde bestätigte vorläufige Daten. Eine Vier vor dem Komma war zuletzt im Dezember 1993 ermittelt worden. Eine höhere Inflation schwächt die Kaufkraft von Verbrauchern. Sie können sich für einen Euro weniger kaufen als zuvor.

Die Teuerung wird seit geraumer Zeit von Energiepreisen angeheizt. Die weltweite Nachfrage unter anderem nach Rohöl ist angesichts der Konjunkturerholung nach dem Einbruch in der Corona-Krise groß. In Deutschland sind zudem seit Jahresbeginn 25 Euro je Tonne Kohlendioxid fällig, das beim Verbrennen von Diesel, Benzin, Heizöl und Erdgas entsteht. Hinzu kommen Sondereffekte wie die Rücknahme der vorübergehenden Mehrwertsteuersenkung des zweiten Halbjahres 2020, die inzwischen voll auf die Teuerung durchschlägt. Nach…