Als Emmanuel Amuneke das Angebot erhielt, Mitglied der Technischen Studiengruppe der FIFA (TSG) zu werden, musste er nicht lange überlegen. Einer der Hauptgründe für den ehemaligen Nationaltrainer Tansanias, das Angebot anzunehmen: Arsène Wenger. Der ehemalige Arsenal-Teammanager ist seit Herbst 2019 Chef für globale Fußballentwicklung bei der FIFA und arbeitet in dieser Funktion eng mit der TSG zusammen. Die Idee der Studiengruppe: die aus Sicht des Weltverbandes wichtigen Themen zur Zukunft des Fußballs und damit auch die Frage über eine alle zwei Jahre stattfindende Fußball-WM zu beraten. 

Die von Wenger vorgetragene Idee einer Fußball-WM mit 48 Teilnehmern im Zweijahresrhythmus überzeugte den ehemaligen Stürmer, der mit Nigeria an der WM 1994 in den USA teilnahm. Amuneke betont die Notwendigkeit von Veränderungen und Weiterentwicklung im globalen Fußball. „Die VAR-Frage  hat die Dynamik des Spiels verändert. Aber sie wurde zu Beginn kritisiert“, sagte Amuneke der DW. „Wenn man die unterschiedlichen Interessen zusammenbringen kann, sehe ich keinen Grund, warum wir nicht alle zwei Jahre eine Weltmeisterschaft veranstalten können.“

Tansanias Verbandspräsident Emmanuel Amuneke

Zweites Ziel: Aufstockung auf 48 Teams

Aus Afrika formiert sich eine breite Unterstützung für die auch von FIFA-Präsident Gianni Infantino unterstützten Pläne der WM mit 48 Teams im Zweijahresrhythmus. Derzeit sind es 32 Teams. Gerade einmal 13 von 54 afrikanischen Nationen haben es in der über 100-jährigen WM-Geschichte geschafft, sich für ein Endrundenturnier zu qualifizieren. Zum Vergleich: Von 55 europäischen Nationen haben 33 an mindestens einer WM-Endrunde teilgenommen, in Asien sind es lediglich 12 von 47 Nationen. Es überrascht daher nicht, dass auch in Asien die FIFA-Pläne mehrheitlich unterstützt werden. 

„Nicht nur Afrika ist von der Idee einer alle zwei Jahre stattfindenden Weltmeisterschaft begeistert, auch Asien…