Pflegereport
Die meisten jungen Menschen würden Angehörige pflegen

Die DAK zieht aus ihrem Report das Fazit, dass das Thema Pflege unter jungen Menschen kein Tabu sei, sondern bei vielen im Alltag verankert. Foto: Sebastian Kahnert/dpa-Zentralbild/dpa

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Angehörige zu pflegen, ist eine herausfordernde Aufgabe. Trotzdem wären mehr als zwei Drittel der Menschen unter 40 bereit dazu. Manche tun es längst.

Eine Mehrheit der Menschen unter 40 Jahren würde eigene Angehörige pflegen. Das ergab eine repräsentative Umfrage des Instituts für Demoskopie Allensbach, die im Rahmen des Pflegereports der DAK-Krankenversicherung durchgeführt und am Dienstag veröffentlicht wurde.

Demnach wären zwei von drei Menschen, die zwischen 16 und 39 Jahren alt sind, bereit, Pflegeaufgaben in der Familie zu übernehmen.

«Der Pflegereport zeigt, dass die junge Generation bereit ist, Verantwortung zu übernehmen und sich für ihre Familienangehörigen einzusetzen», sagte DAK-Vorstandschef Andreas Storm. Das Thema Pflege sei unter jungen Menschen kein Tabu, sondern bei vielen im Alltag verankert. Ein Drittel dieser Altersgruppe habe bereits Familienangehörige, die auf Pflege oder Hilfe im Alltag angewiesen sind. Darüber hinaus würden 84 Prozent derer, die bereits Familienmitglieder pflegen oder pflegten, es der Umfrage zufolge auch erneut tun.

Die Bereitschaft ist bei Frauen (71 Prozent) etwas höher als bei Männern (66 Prozent). Unabhängig vom sozialen Status oder Alter würden zwischen 67 und 70 Prozent der Befragten Familienmitglieder versorgen.

Daher müssten Storm zufolge auch Rahmenbedingungen geschaffen werden, damit junge Menschen die pflegende Tätigkeit mit Ausbildung, Studium und Beruf vereinbaren können. «Es ist Aufgabe der kommenden Bundesregierung, eine bessere Vereinbarkeit von Pflege und Beruf…