Logistikproblem
Leere Regale zur Weihnachtszeit? Lieferengpässe bedrohen Einzelhandel

Viele Containerschiffe müssen lange Wartezeiten in den Häfen in Kauf nehmen

© Ajith Perera / Picture Alliance

In den Supermärkten gibt es bereits Adventskalender, Lebkuchen und Stollen zu kaufen. Doch die nicht-essbaren Weihnachtsgeschenke könnten nun durch globale Lieferengpässe gefährdet sein.

Nachdem der Einzelhandel bereits stark unter den Folgen der Corona-Pandemie zu leiden hatte, droht ihm nun die nächste Krise. Denn das für viele Händler und Ketten so wichtige Weihnachtsgeschäft scheint durch zahlreiche Lieferengpässe in Gefahr zu sein. Das liegt unter anderem daran, dass die Versorgungsketten zwischen den europäischen Nordseehäfen und dem Hinterland abzureißen drohen.

Dominoeffekt Auslöser für Lieferengpässe  

Die wohl anstehenden Lieferengpässe wurden maßgeblich durch zwei Ereignisse angestoßen. Zum einen ist das Drama um das Containerschiff „Ever Given“ schuld, welches im März 2021 im Suezkanal auf Grund lief. Da das Schiff sechs Tage nicht von der Stelle bewegt werden konnte, mussten rund 400 Schiffe warten, bis sie schließlich die wichtige Schifffahrtsstraße zwischen Europa und Asien passieren konnten. Ein weiteres ausschlaggebendes Ereignis war die Schließung des chinesischen Hafens Yantian aufgrund der Corona-Krise. Auch vor dem viertgrößten Containerhafen der Welt stauten sich etliche Schiffe und konnten den Hafen nicht anfahren.

Containerschiff „Ever Given“
Wettlauf gegen die Zeit: Bilder vom Schiffsdrama im Suezkanal

Zurück
Weiter

Hängt seit fünf Tagen im Suezkanal fest: Die „Ever Given“ eines japanischen Eigentümers ist eigentlich in Richtung Rotterdam unterwegs.

Mehr

Endverbraucher ebenfalls betroffen

Ein Problem stellen dabei kaum verfügbare…