Iain Duncan Smith
Britischer Politiker verteufelt Homeoffice: Selbst im Krieg seien die Menschen zur Arbeit gekommen

Iain Duncan Smith, früherer Chef der Konservativen Partei und ehemaliger britischer Arbeitsminister, ist kein Freund des Homeoffice

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Der ehemalige britische Arbeitsminister Iain Duncan Smith fordert, dass Staatsdiener wieder im Büro und nicht mehr von zu Hause aus arbeiten. Er fürchtet ein Ausbluten der Innenstädte – und zieht einen seltsamen Vergleich zum Zweiten Weltkrieg.

Das Homeoffice können sich viele Angestellte aus ihrem Arbeitsleben kaum noch wegdenken. Was zu Beginn der Corona-Pandemie noch eine Notmaßnahme war, ist mittlerweile in vielen Branchen und Unternehmen zu einer Selbstverständlichkeit geworden: Von zu Hause aus zu arbeiten funktioniert, und ein großer Teil der Berufstätigen möchte diese Möglichkeit gern auch nach der Pandemie noch haben.

Dem ehemaligen britischen Arbeitsminister Iain Duncan Smith schmeckt das überhaupt nicht. In einem Gastbeitrag für die englische Zeitung „Daily Mail“ fordert er, dass zumindest Staatsdiener wieder voll im Büro arbeiten sollten. Regierungsbeamte und Behördenmitarbeiter sollten „mit gutem Beispiel vorangehen“. Dabei wählte Smith einen eher unpassend erscheinenden historischen Vergleich zum Zweiten Weltkrieg: „Wenn ich an all die mutigen Beamten denke, die in den 1940ern zur Arbeit gegangen sind, entschlossen, ihren Teil zu leisten, ungeachtet der Gefahr durch die Bomben – dann frage ich mich, was aus unserer Nation geworden ist.“

Homeoffice schadet Geschäften in Innenstädten, behauptet Smith

Für den Vergleich der Corona-Pandemie mit den Bombenangriffen durch die Nazis erntete Smith viel Kritik in Großbritannien – und auch viel Häme. Schließlich sei nicht nur die Bedrohungslage ganz anders gewesen, während des Zweiten Weltkriegs habe es…