Vermummte Demonstranten
Bengalos und Hubschraubereinsatz: Randalierer protestieren vor Privathaus von NRW-Innenminister Reul

Drei Hundertschaften und ein Polizeihubschrauber wurden zur Einsatzstelle gerufen. Wofür oder wogegen die Randalierer protestiert haben, ist noch unklar.

© Gianni Gattus / DPA

Aufregung im beschaulichen Leichlingen: Am Sonntag haben Vermummte mit Pyrotechnik in der Nähe des Privathauses von NRW-Innenminister Herbert Reul eine Spontanversammlung abgehalten. Die genaueren Hintergründe sind noch unklar.

Vermummte Personen, Pyrotechnik, Parolen: In der Nähe des Privathauses von Nordrhein-Westfalens Innenminister Herbert Reul hat es am Sonntagnachmittag eine „Spontanversammlung“ gegeben. Das teilte die Polizei auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur mit. Nach dpa-Informationen handelte es sich um eine Gruppe von 20 bis 50 Personen, die durch die Straßen der 28.000-Einwohner-Stadt im rheinisch-bergischen Kreis zog.

Randalierer zünden Pyrotechnik und rufen Parolen

Einige der Randalierer hätten Bengalos vor dem Wohnhaus des Innenministers gezündet, Parolen gerufen und Banner mit unbekannter Aufschrift hochgehalten, teilte die Polizei am Abend mit. Reul sei zur Tatzeit nicht zu Hause gewesen. Die Versammlung habe sich rasch wieder aufgelöst.

Die Polizei rückte am Nachmittag mit drei Hundertschaften aus und versuchte sich einen Überblick von der Lage zu verschaffen. Auch ein Polizeihubschrauber kreiste bis in den Abend über dem Gebiet. Zeugen wurden vernommen und Aussagen ausgewertet. Die Polizei suchte intensiv nach den Verursachern der Randale, die zum Teil in ein nahes Waldstück geflüchtet sein sollen. 

Ein aus dem linken Spektrum bekannter 31-Jähriger sei festgenommen und wenig später wieder entlassen worden, teilte die Polizei weiter mit. Inwiefern er an der Versammlung beteiligt war, konnte…