Doha
USA und Taliban loben Treffen nach dem Machtwechsel in Kabul

Amir Chan Motaki, Außenminister des neuen Kabinetts der Talibans. Foto: Muhammad Farooq/AP/dpa

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Erstmals seit der Machtübernahme der militant-islamistischen Taliban in Afghanistan haben sich Vertreter der USA und der Islamisten offiziell zu Gesprächen getroffen.

Die USA haben die ersten persönlichen Gespräche mit Vertretern der militant-islamistischen Taliban seit deren Machtübernahme in Afghanistan als «offen und professionell» bezeichnet.

Bei dem zweitägigen Treffen am Wochenende in der katarischen Hauptstadt Doha habe sich die US-Delegation unter anderem auf Sicherheits- und Terrorismusfragen konzentriert, teilte das US-Außenministerium am Sonntag (Ortszeit) mit. Es sei auch um die sichere Ausreise von US-Bürgern, anderen ausländischen Staatsangehörigen und afghanischen Ortskräften gegangen.

Ein weiteres Thema seien Menschenrechte gewesen, einschließlich der Beteiligung von Frauen und Mädchen an allen Bereichen der afghanischen Gesellschaft. Beide Seiten hätten auch über stabile humanitäre Hilfe der USA für die Bevölkerung Afghanistans gesprochen, hieß es weiter.

Laut einer am Montag von den Taliban veröffentlichen Erklärung zu dem Treffen sagten US-Vertreter zu, dass sie den Afghanen humanitäre Hilfe leisten und die Arbeit humanitärer Organisationen unterstützen würden. Das Land steht vor einer massiven humanitären Krise und einem möglichen wirtschaftlichen Kollaps. Die Taliban hätten die Zusage der Hilfen begrüßt und erklärt, dass man mit Hilfsorganisationen zusammenarbeiten wolle, um auf transparente Weise Hilfe zu leisten.

Die Delegation der Islamisten habe zudem erklärt, humanitäre Hilfe sollte nicht mit politischen Fragen verknüpft werden, hieß es in der Erklärung weiter. Beobachter…