Die drei Lungen von Dallmann und Beerensteyn

Es sollte mit dem Teufel zugehen, wenn der FC Bayern diese Saison nicht wieder Meisterin wird. Das Gefühl vermittelte zumindest der 3:1-Sieg gegen die TSG Hoffenheim. In einem überragenden Spiel agierten die Münchnerinnen wie von einem anderen, professionelleren Frauenfußball-Planeten. Herausragende Steilpässe, permanentes Pressing, beeindruckende Kondition und rasende Kombinationen, da konnte die TSG Hoffenheim nicht mithalten. Aus dem brillanten Ensemble ragten neben Doppel-Torschützin Lea Schüller vor allem Linda Dallmann und Lineth Beerensteyn hervor, die beide liefen, als hätten sie drei Lungen.

Hoffenheim, die selbst erklärten Titelträumerinnen, dürften die Schale in dieser Saison nur im Schlaf sehen. Immerhin, es reichte, um in einer höchst unterhaltsamen Partie streckenweise Paroli zu bieten. Nicht zuletzt mit einem Tor des Monats von Nicole Billa und großen Paraden von Martina Tufeković. Ein Spitzenspiel, das den Namen verdiente. Und nicht verhehlen konnte, dass mittelfristig die Langeweile wie in der Männer-Bundesliga droht.

Sand grüßt das Murmeltier

Der SC Sand ist es in Jahr für Jahr gewohnt, gegen den Abstieg zu spielen. Nicht anders sieht es in dieser Saison aus: in einem sehr einseitigen Spiel gegen Bayer Leverkusen, bei dem der Außenseiter aus Sand kaum aufs Tor schoss und sich durch ungestümes Abwehrverhalten – Rote Karte in der 49., Elfmeter in der 66. Minute – selbst schwächte, war das 0:2 noch ein schmeichelhaftes Ergebnis. Zwar hatte Leverkusens stets finster dreinblickender Trainer Achim Feifel in der mittlerweile auch hier üblichen Floskelei vor Sand gewarnt: „Wenn wir nicht alles investieren, werden wir auf die Nase fallen.“

Aber über so viel Heuchelei musste der neue Sand-Coach Matthias Frieböse dann aber doch eher schmunzeln. „Wenn man das Gelände hier sieht – wir sind sicher nicht auf Augenhöhe.“ Dass der SC Sand mit nur einem Punkt aus fünf Spielen dennoch nicht auf einem…