Personelle und inhaltliche Neuaufstellung
Das große Stühlerücken: Laschet berät mit Parteispitze über Fahrplan zur Erneuerung der CDU

Armin Laschet will als (Noch-) Parteivorsitzende der CDU, den vergangene Woche angekündigten Erneuerungsprozess selbst moderieren

© Kay Nietfeld / dpa

Wie geht es mit der Union weiter? Wer wird der nächste Parteivorsitzende? Wahlverlierer Armin Laschet will heute seinen Plan für die Neuausrichtung der angeschlagenen Volkspartei vorstellen – die Erwartungen könnten unterschiedlicher kaum sein.

CDU-Chef Armin Laschet will der Parteispitze an diesem Montag seine Pläne zur personellen und inhaltlichen Erneuerung nach dem historischen Desaster bei der Bundestagswahl präsentieren. Zunächst kommt in Berlin um 9 Uhr die engste Führung um Laschet zusammen, das Präsidium. Von 11 Uhr an trifft sich der größere Bundesvorstand. Der Unionskanzlerkandidat hatte vergangene Woche angekündigt, er wolle den Erneuerungsprozess moderieren und den Gremien zur Neuaufstellung einen Parteitag vorschlagen.

Niedersachsens CDU-Chef Bernd Althusmann erwartet eine deutliche Ansage. „Ich gehe davon aus, dass das Präsidium einen klaren Zeitplan beschließen wird, der den Weg bis zu einem Sonderparteitag aufzeigt“, sagte Althusmann der Deutschen Presse-Agentur. Schleswig-Holsteins Ministerpräsident Daniel Günther fordert personelle Konsequenzen. „Wir brauchen insgesamt einen Aufbruch und sollten deshalb unseren gesamten Vorstand neu wählen – und zwar noch im Verlauf dieses Jahres“, sagte Günther und kritisierte, dass bei der Debatte über die Neuaufstellung der Partei immer nur Männer eine Rolle spielten.

Mit Basis oder ohne?

In der CDU war zuletzt strittig, wie wichtig die Parteibasis bei dem anstehenden Generationenwechsel sein soll. Mehrere Spitzenpolitiker forderten eine Mitgliederbefragung zum künftigen Parteivorsitz. Eine…