Foodwatch
Forderung nach Werbe-Aus für ungesunde Kinder-Lebensmittel

Verführerisch bunt: Verbraucherschützer wollen Werbung für ungesunde Kinder-Lebensmittel stärker reglementieren. Foto: Henning Kaiser/dpa

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Foodwatch appelliert an SPD und Grüne, in Verhandlungen mit der FDP auf Werbebeschränkungen zu pochen. Gesundheitsschutz müsse Vorrang haben vor «Gewinninteressen der Süßwaren- und Junkfood-Industrie».

Die Verbraucherorganisation Foodwatch fordert von der künftigen Bundesregierung ein Verbot von Werbung für ungesunde Lebensmittel gezielt an Kinder.

«Der Gesundheitsschutz der Kinder muss wichtiger sein als die Gewinninteressen der Süßwaren- und Junkfood-Industrie», sagte Foodwatch-Expertin Saskia Reinbeck. Dazu seien freiwillige Maßnahmen der Hersteller nicht geeignet.

Für Kinder angepriesen werden sollten nach dem Willen von Foodwatch nur noch Produkte, die Nährwertempfehlungen der Weltgesundheitsorganisation WHO entsprechen oder beim Nährwert-Logo Nutri-Score die günstigste Bewertung haben.

Foodwatch verweist auf Wahlprogramme

Mit Blick auf die laufenden Sondierungen über eine Ampel-Koalition forderten die Verbraucherschützer die SPD auf, Werbebeschränkungen nicht in Verhandlungen mit der FDP zu opfern. Im SPD-Wahlprogramm heißt es: «An Kinder gerichtete Werbung wollen wir reglementieren.» Foodwatch verweist auch auf einen SPD-Vorstandsbeschluss von Mai, «an Kinder gerichtetes Marketing für ungesunde Produkte wie Süßigkeiten, Softdrinks und Fastfood» zu untersagen.

Kanzlerkandidat Olaf Scholz müsse jetzt Wort halten, sagte Reinbeck. Werbung für Ungesundes fördere Übergewicht und Krankheiten wie Diabetes.

Im Wahlprogramm der Grünen heißt es: «Für Lebensmittelwerbung, die sich an Kinder richtet, wollen wir klare…