Telekommunikation
Mobilfunker erproben neue Antennenstandorte

Vodafone setzt auf Litfaßsäulen, in die kleine 5G-Antennen eingebaut werden und von außen nicht sichtbar sind. Foto: Malte Krudewig/dpa

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Mit dem Mobilfunkstandard 5G soll die Internetnutzung unterwegs viel besser werden. Der Ausbau läuft auf Hochtouren, doch ein Problem treibt die Netzbetreiber um: Wohin mit all den nötigen Antennen?

Beim Ausbau seines Mobilfunknetzes setzt das Telekommunikationsunternehmen Vodafone auf Litfaßsäulen als Antennenstandort.

Eine erste solche Funkanlage nahm das Unternehmen am Donnerstag in Düsseldorf in Betrieb, 150 weitere sollen folgen. Dadurch komme man beim Ziel einer flächendeckenden 5G-Versorgung weiter voran, sagte der Technikchef von Vodafone Deutschland, Gerhard Mack, bei der Einweihung. Er hofft, dass das Modellprojekt Schule macht und auch auf andere Städte übertragen wird. Die drei kleinen Antennen mit einer Reichweite von circa 400 Metern sind unter einer grauen Leichtbau-Kuppel verborgen, die auf der Litfaßsäule ist.

Hintergrund ist die Tatsache, dass die Reichweite in 5G in hohen Frequenzen deutlich geringer ist als bei 4G – dadurch brauchen die Telekommunikationsunternehmen viel mehr Standorte für ihr 5G-Netz. Alle drei deutschen Netzbetreiber suchen händeringend nach Orten, wo sie ihre 5G-Funkzellen montieren können. Die Suche nach geeigneten Antennenstandorten sei sehr schwer, sagte Vodafone-Manager Mack. «Wir kriegen da viel Widerstand, viele Hausbesitzer wollen uns ihre Dachfläche nicht mehr vermieten, weil sie Angst haben, dass die Mieter dann Stress machen.»

Mit den Litfaßsäulen geht Vodafone nun einen ungewöhnlichen Weg. Ganz neu ist die Idee aber nicht: Die Telekom nutzt in Berlin bereits 200 Liftfaßsäulen als Standorte für Antennen, dies aber in 4G. Das im März gestartete Projekt…