Meinung

Regierungsbildung
Darum müssen die „Ampelomaten“ bald mit der Geheimniskrämerei aufhören

Derzeit Meister:innen der ausdruckslosen, wortreichen Nichtssagerei (v.li.): Robert Habeck (Grüne), Annalena Baerbock (Grüne) und Christian Lindner (FDP).

© Michael Kappeler / DPA

von Dieter Hoß
08.10.2021, 15:31 Uhr

Alle wollen, dass bald eine neue Regierung steht. Die „Ampel“-Parteien scheinen gut und schnell voranzukommen. Ob das aber wirklich so ist, können wir nicht wissen, da nichts nach außen dringt. Auf Dauer geht das so nicht.

Wir haben es ja so gewollt. Waren wir nicht immer genervt von dem ewigen Gequassel in den Talkshows, den neunmalklugen Wochenend-Äußerungen der Hinterbänkler und den abgegriffenen „Rote Linien“- oder „Jemand-warnt-vor-irgendwas“-Bemerkungen? Haben wir uns nicht gewünscht, dass es in der Politik endlich wieder um die Sache(n) geht und nicht alles so lange öffentlich zerredet wird bis gar nichts mehr klar ist? Nun, dann haben wir jetzt den Salat.

Den Scholzomaten, der mit ausdruckslosem Gesicht wortreich nichts zu sagen weiß, den kannten wir schon. Nun aber tauchen auf einmal ein Baerbockomat, ein Lindneromat und noch ein paar andere Sprechomaten auf – besonders schön zu besichtigen jüngst im „Heute Journal“ des ZDF. Fast könnte man glauben, die „Ampel“ steht schon und Olaf Scholz gibt bereits den Ton vor. Soll das der Kommunikationsstil der kommenden Regierung sein? Viele Worte, nichts gesagt? Das kann ja heiter werden.

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