Der in Deutschland renommierte Musik-Preis „Opus Klassik“ steht in diesem Jahr für „Vielfalt und kulturelle Teilhabe“. Das zeigt sich auch bei den Preisträgern und Preisträgerinnen. So erhält die US-amerikanische Sopranistin Reri Grist die Auszeichnung für ihr Lebenswerk.

Reri Grist (links) spielte 1996 sogar eine Rolle in der deutschen Krimiserie „Tatort“

Grist ist eine der ersten afroamerikanischen Sängerinnen mit einer internationalen Karriere im Opern- und Konzertbereich. Mit ihrer außergewöhnlichen Karriere habe sie ein Zeichen für die Präsenz afroamerikanischer Künstlerinnen und Künstler gesetzt, begründete Clemens Trautmann, Vorstandsvorsitzender des Vereins zur Förderung der Klassischen Musik, die Entscheidung.

Der chinesische Pianist Lang Lang wird für seine Einspielung der Goldberg-Variationen von Johann Sebastian Bach als „Bestseller des Jahres“ gewürdigt. Es sei ein Lebenstraum von ihm gewesen, die Variationen eines Tages aufzunehmen, sagte Lang Lang im Vorfeld der Preisverleihung: „Ich freue mich riesig, dass ich diesen Meilenstein der Klavierliteratur mit so vielen Menschen habe teilen können“.

Als beste Sängerin des Jahres kann die bulgarische Sopranistin Sonya Yoncheva bei der großen Gala am 10. Oktober den Preis im Berliner Konzerthaus entgegennehmen. Sie wird dort auch auftreten. Sänger des Jahres ist der polnische Tenor Piotr Beczala. Der russische Pianist Daniil Trifonov begeisterte die Jury mit seinem Album „Silver Age“ als bester Instrumentalist für Klavier. Auch er wird bei der Preisverleihung auftreten.

Setzt sich gerne in Szene: der Pianist Daniil Trifonov

Opus Klassik entwickelt sich weiter

Der Opus Klassik wird zum vierten Mal verliehen und hat sich mittlerweile zur bedeutendsten deutschen Klassik-Auszeichnung entwickelt. Der Vorgängerpreis „Echo“ war in Verruf gekommen als 2017 die Rapper Kollegah und Farid Bang, deren Texte als antisemitisch, gewaltverherrlichend und frauenfeindlich gelten, für den Preis nominiert…