Nationalmannschaft
Thilo Kehrer: Ungeliebte Position und viele Fragen nach Lionel Messi

Rückt durch die Verletzung von Robin Gosens wieder in den Fokus der Nationalelf: Thilo Kehrer von Paris Saint-Germain

© Alexander Hassenstein / Getty Images

von Christian Ewers
07.10.2021, 19:47 Uhr

Thilo Kehrer hat in der Nationalmannschaft aktuell zwei neue Jobs: Er muss auf der linken Abwehrseite aushelfen und Fragen nach Lionel Messi beantworten, seinem neuen Mitspieler bei Paris Saint-Germain.

Es gibt ein Puzzle beim Deutschen Fußball-Bund, das spielen sie schon seit sieben Jahren. Nicht etwa, weil es den Beteiligten soviel Spaß machen würde, sondern weil keines der zur Auswahl stehenden Teile so richtig passt in die Lücken.

Seit der gewonnenen Weltmeisterschaft 2014 gibt es auf den Außenverteidigerpositionen eine Vakanz im DFB-Team. Schon beim WM-Titelgewinn musste der damalige Bundestrainer Löw improvisieren: Er schickte eine sogenannte Ochsenabwehr in Brasilien auf den Rasen. Einer der Ochsen war der gelernte, hoch aufgeschossene Schalker Innenverteidiger Benedikt Höwedes, der auf dem linken Flügel spielen musste. Nur rechts gab es mit dem kleinen, wendigen und spielstarken Philipp Lahm einen Mann, der auf das eigentliche Anforderungsprofil perfekt passte.

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Gewinner: Leroy Sané ist sowas wie der Gewinner der drei WM-Qualifikationsspiele. Das Problemkind der Bayern erzielte zwei Tore, war einsatzfreudig, laufstark und hängte sich auch in der Defensive voll rein. Zuletzt hatten sie ihn in München viel kritisiert, seine Auftritte wirkten lust- und glücklos. Doch offenbar hat ihm irgendjemand ins Gewissen geredet und ihm erzählt, dass er eigentlich ein gottbegnadeter Kicker ist.

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