Ex-US-Präsident
Laut Medienberichten: Donald Trump behindert Ermittlungen zum Sturm aufs Kapitol

Ex-US-Präsident Trump soll Vertraute gedrängt haben, nicht mit zu den Kapitol-Ermittlungen zu kooperieren

© Eric Baradat / AFP

Die Erstürmung des US-Kapitols gilt als historische Zäsur. Zur Aufklärung der Geschehnisse sollen nun auch ehemalige Trump-Vertraute aussagen. Doch das passt dem Ex-Präsidenten anscheinend so gar nicht.

Der ehemalige US-Präsident Donald Trump versucht Medienberichten zufolge, frühere Vertraute an einer Aussage vor dem Kongressausschuss zur Untersuchung des Sturms auf das US-Kapitol zu hindern. In einem Brief, der unter anderem dem Portal Politico und der „Washington Post“ vorlag, fordert ein Anwalt Trumps die Männer auf, nicht mit dem Ausschuss zu kooperieren. Der Ausschuss hatte den ehemaligen Trump-Berater Steve Bannon, den damaligen Stabschef des Weißen Hauses, Mark Meadows, Trumps Social-Media-Chef Dan Scavino sowie einen ehemaligen Beamter des Verteidigungsministeriums für Mitte Oktober vorgeladen.

Außerdem wurden von den vier Männern bestimmte Dokumente bis Donnerstag angefordert. In dem Schreiben heißt es den Berichten nach, dass die Dokumente vor der Offenlegung geschützt seien, da sie unter das Vorrecht des Präsidenten, bestimmte Informationen nicht offenzulegen, fallen würden. Trump sei bereit, dieses Recht vor Gericht zu verteidigen. Es ist unklar, wie der Ausschuss versuchen wird, die Vorladungen durchzusetzen. Er könnte das Justizministerium einschalten und darum bitten, Zeugen, die eine Kooperation verweigern, strafrechtlich zu verfolgen, schrieb Politico. Diesen könnten dann Gefängnis und hohe Geldstrafen wegen Missachtung des Kongresses drohen.

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