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„Die Stunde Null“
Deutschlands wertvollstes Startup Celonis: „Bei unserem Wachstum kann einem manchmal angst und bange werden“

Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier steht 2019 gemeinsam mit den Preisträgern des deutschen Zukunftspreises, Alexander Rinke (links nach rechts), Martin Klenk und Bastian Nominacher auf der Bühne. Der Preis wurde für das Projekt „Process Mining“ der Celonis SE vergeben.

© Gregor Fischer/ / Picture Alliance

Mit einer Bewertung von 11 Milliarden Dollar zählt Celonis zu den erfolgreichsten deutschen Start-ups. Gerade macht die Softwarefirma wieder Schlagzeilen mit einem Zukauf. Mitgründer und Co-CEO Bastian Nominacher spricht über eine Entwicklung, die ihm selbst manchmal die Sprache verschlägt.

Celonis wächst seit Jahren rasant, erst im Sommer haben die Gründer eine Milliarde Dollar für die Expansion eingesammelt. Dieser Tage macht das Münchner Softwareunternehmen Schlagzeilen mit dem Zukauf der Daten-Streamingplattform Lenses.io. Damit können die Kunden nun Daten in Echtzeit analysieren.

Das rasche Wachstum ist für die Gründer selbst manchmal ein wenig überwältigend. „Wir haben bisher nur ein Prozent unseres adressierbaren Marktes erschlossen“, sagte Mitgründer Bastian Nominacher im Podcast „Die Stunde Null“. „Da kann einem fast angst und bange werden, was da noch alles zu tun ist.“ Die Celonis-Technologie könne zahllosen Unternehmen weiterhelfen, ihre Prozesse zu verbessern.

Die Software von Celonis beruht auf dem sogenannten „Process Mining“. Nominacher vergleicht das Ganze mit einem Röntgengerät, mit dem Unternehmen ihre Daten durchleuchten, verstehen und Prozesse verbessern können, unterstützt von künstlicher Intelligenz. „Wir haben mit dem Process Mining eine neue Kategorie geschaffen“, sagte Nominacher. Vor einem Jahr hat Celonis die sechste Generation seines Execution Management Systems auf den…