Beschäftigung
US-Arbeitsmarkt sendet uneinheitliche Signale

Ein «Hilfe gesucht»-Schild steht an einem Restaurant in Madison, Mississippi. In den USA ist die Arbeitslosigkeit im September deutlich gefallen. Foto: Rogelio V. Solis/AP/dpa

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In den USA sind im vergangenen Monat weniger Stellen geschaffen worden als erwartet – dafür ist die Arbeitslosigkeit deutlich zurückgegangen. Präsident Biden macht Fortschritte aus.

Der US-Arbeitsmarkt hat im September uneinheitliche Signale gesendet. Während der Stellenaufbau deutlich hinter den Erwartungen zurückblieb, fiel die Arbeitslosenquote deutlich auf 4,8 Prozent und die Stundenlöhne stiegen kräftig.

Außerhalb der Landwirtschaft seien 194.000 Beschäftigte hinzugekommen, teilte das Arbeitsministerium am Freitag in Washington mit. Analysten hatten mit einem Zuwachs von im Schnitt 500.000 Stellen gerechnet.

Allerdings ist die Beschäftigungsentwicklung nicht ganz so schwach, wie es auf den ersten Blick aussieht. Schließlich wurde die Zahlen in den beiden Vormonaten um insgesamt 169.000 Stellen nach oben revidiert. Die Beschäftigungszahlen sind grundsätzlich stark korrekturanfällig.

US-Präsident Joe Biden verwies am Freitag darauf, dass die Arbeitslosenquote erstmals seit März vergangenen Jahres unter fünf Prozent gefallen sei – damals hatten die Pandemie und damit einhergehend die Wirtschaftskrise in den USA Fahrt aufgenommen. Seit seit Amtsübernahme im Januar seien insgesamt fast fünf Millionen Jobs geschaffen worden. Biden sagte mit Blick auf seine wegen Widerstands im Kongress stockenden Investitionsvorhaben, er würde sich auch schnelleren Fortschritt wünsche. «Wir machen jedoch kontinuierlich Fortschritte.»

Arbeitslosenquote fiel um 0,4 Prozentpunkte

Dirk Chlench, Volkswirt bei der Landesbank…