Mentale Gesundheit
Viel Stress, kaum Unterstützung: So stark sind Angestellte seit Beginn der Pandemie belastet

Arbeit, immer und überall: Remote Work lässt die Grenzen zwischen privatem und beruflichem oft verschwimmen

© Edwin Tan / Getty Images

von Ilona Kriesl
07.10.2021, 20:49 Uhr

Stress im Home-Office und ständige Erreichbarkeit: Die Pandemie fordert viele Berufstätige zusätzlich – besser vom Arbeitgeber unterstützt werden aber nur wenige, zeigt eine Umfrage zu mentaler Gesundheit am Arbeitsplatz. Eine Entwicklung, die sich langfristig rächen könnte. 

Ein Anruf in der Mittagspause. Ist es der Chef, der sich nach dem Stand bei einem Projekt erkundigen will? Besser kurz den Herd ausschalten und schnell an den Laptop. Der Blick fällt auf das Postfach. Neue Mails sind auch eingegangen. Die kann man eben noch schnell bearbeiten. In 15 Minuten steht ein Meeting an. Zurück in die Pause? Das lohnt ja schon nicht mehr. 

Arbeit im Home-Office war und ist durch die Corona-Pandemie in vielen Unternehmen weit verbreitet. Digitale Tools wie Zoom oder Teams erleichtern die Kommunikation, ziehen oft aber auch ständige Erreichbarkeit nach sich. Auch in vielen anderen Bereichen ist die Arbeitsbelastung durch die Corona-Pandemie gestiegen, etwa unter medizinischem Personal sowie Pflegekräften und Ärzten in Kliniken. 

Wenig Unterstützung, viel Stress

Steht dem auch ein breiter aufgestelltes Unterstützungsangebot gegenüber? Welche Maßnahmen bieten Unternehmen an, um die Mehr-Belastungen abzufedern und die mentale Gesundheit der Beschäftigten zu gewährleisten?

Eine Umfrage im Auftrag das Jobportals „Indeed“ zeigt, dass sich viele Unternehmen aus der Verantwortung ziehen: Demnach geben 58 Prozent der Befragten an, seit der Pandemie habe der Arbeitgeber keine neuen Maßnahmen ergriffen, um das mentale Wohlbefinden der…