Sehen Sie im Video: Wie ambitionierte Schweden den Helags-Gletscher mit Wolldecken retten.

Als sich die Mitglieder einer privaten Initiative in diesem Sommer aufmachten, um zu Testzwecken ein Stück des Helags Gletschers in Schweden vor dem Abschmelzen zu bewahren, da hätten sie nie gedacht, wie stark die Klimaerwärmung dem Eisriesen in nur wenigen Monaten zusetzen würde. Gerade einmal 40 Quadratmeter wollten sie über den Sommer mit einer Bahn aus Wolle isolieren. Der Helags-Gletscher liegt am höchsten Berg Schwedens südlich des Polarkreises. Zu Beginn noch ebenerdig, schmolz der Schnee um den isolierten Bereich herum seit Juni um dreieinhalb bis vier Meter. Der Mitinitiator des Projekts, Erik Huss. „Gletscher ermöglichen die besten Messungen. Sie zeigen genau, wie sich das Klima verändert und auch, was man tun kann, um die Umwelt zu schützen. Insgesamt konnten wir einen Schutz von dreieinhalb bis vier Metern verzeichnen. Wären wir im Mai, also einen Monat früher, gekommen, hätten wir einen weiteren Meter schützen können. Es ist also möglich, mit dieser Art von effizientem Material viereinhalb bis fünf Meter vor dem Abschmelzen zu schützen.“ Millionen Menschen, die entlang von Gebirgsketten leben und auf die Wasserversorgung durch Gletscher angewiesen sind, könnten den Zugang zu Wasser verlieren, wenn diese verschwinden. Dies hätte auch katastrophale Folgen für Landwirtschaft und Industrie. Huss und seine Kollegen hoffen, ihren Test in einem größeren Maßstab wiederholen zu können.