Ein starkes Erdbeben hat einen abgelegenen, bergigen Teil im Südwesten Pakistans erschüttert, in dem viele Kohleminen liegen. Die Behörden sprechen von mindestens 20 Todesopfern und etwa 200 Verletzten. Das Unglück ereignete sich am frühen Morgen, als zahlreiche Bergleute bereits in den Minen arbeiteten.

Nach Angaben des Innenministeriums der Provinz Baluchistan hatte das Beben eine Stärke von 5,7. Das Epizentrum lag etwa 14 Kilometer nordöstlich des besonders heftig getroffenen Bezirks Harnai. Es ereignete sich etwa 20 Kilometer unter der Erdoberfläche.

Auch in der 100 Kilometer entfernten Provinzhauptstadt Quetta flüchteten Anwohner in Panik ins Freie

Zahlreiche Menschen befinden sich laut Katastrophenschutz noch unter den Trümmern eingestürzter Gebäude. Viele der Häuser in der Region sind aus Lehm errichtet. Zivile Rettungskräfte und das Militär seien nach Harnai entsandt worden, sagte ein Sprecher.

Erschwert werden die Rettungs- und Bergungsarbeiten durch Stromausfälle in weiten Teilen Baluchistans.

se/wa (dpa, ap, rtr, afp)