GM will Nummer eins bei Elektroautos in den USA werden

Der US-Autoriese General Motors eifert Tesla nach und will den Elektroauto-Vorreiter im Heimatmarkt überholen. Foto: Matt Rourke/AP/dpa

© dpa-infocom GmbH

Im US-Automarkt erreicht der Wandel hin zu Elektroautos die großen Pickups. Platzhirsch General Motors will seine Position nutzen, um dieses Geschäft gegen Tesla und andere Angreifer zu verteidigen.

Der US-Autoriese General Motors eifert Tesla nach und will den Elektroauto-Vorreiter im Heimatmarkt überholen. Der Plan dabei ist, den Wandel mit Gewinnen aus dem Geschäft mit Fahrzeugen mit Verbrennungsmotoren zu finanzieren, erläuterte GM.

Zum Jahr 2030 soll mehr als die Hälfte der Produktionskapazitäten in Nordamerika und China für die Fertigung von E-Autos ausgerüstet werden, hieß es. GM kündigte jüngst an, bis 2025 rund 35 Milliarden Dollar (aktuell gut 30 Mrd Euro) in die Produktion batteriebetriebener und selbstfahrender Fahrzeuge zu investieren.

Zudem wolle GM verstärkt auf digitale Angebote setzen. Das Unternehmen sehe darin das Potenzial für 20 bis 25 Milliarden Dollar an zusätzlichen Erlösen jährlich, sagte Konzernchefin Mary Barra. Man müsse ein Auto nicht nur als Fahrzeug, sondern als Software-Plattform betrachten, betonte sie. Den Konzernumsatz will GM zum Jahr 2030 auf 280 Milliarden Dollar verdoppeln.

«Cybertruck» versus «Ultra Cruise»

Im amerikanischen Automarkt sind traditionell die großen Pickups die populärste und lukrativste Fahrzeugkategorie – und die Hersteller bringen sich gerade in Stellung für einen neuen Wettbewerb um dieses Geschäft mit Elektro-Modellen. Ford hat bereits eine Batterie-Version seines Bestsellers F-150 vorgestellt, GM will einen elektrischen Chevrolet Silverado als Konkurrenzangebot im Januar auf der Technik-Messe CES präsentieren.