Dritter Anlauf
Vonovia bei Deutsche-Wohnen-Übernahme am Ziel

Im dritten Anlauf ist Deutschlands größter Wohnungskonzern Vonovia bei der milliardenschweren Übernahme des Konkurrenten Deutsche Wohnen am Ziel. Foto: Marcel Kusch/dpa

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Es war ein langes Ringen, Vonovia-Chef Rolf Buch musste das Angebot für die Deutsche Wohnen nachbessern. Im dritten Anlauf konnte er sich jetzt eine ausreichende Mehrheit beim Konkurrenten sichern.

Im dritten Anlauf ist Deutschlands größter Wohnungskonzern Vonovia bei der milliardenschweren Übernahme des Konkurrenten Deutsche Wohnen am Ziel.

Bis zum Ende der Annahmefrist konnte sich Vonovia eine Mehrheit von 60,3 Prozent an der Nummer zwei auf dem Wohnungsmarkt sichern, wie der Bochumer Dax-Konzern am Donnerstag mitteilte. Damit entsteht ein europäischer Immobilienriese mit mehr als 550.000 Wohnungen, ganz überwiegend in Deutschland.

Vonovia-Chef Rolf Buch war bereits zwei Mal an der Übernahme der Deutsche Wohnen gescheitert. Schon 2016 hatte er eine erste Attacke auf den Konkurrenten geritten, damals gegen dessen Willen und ohne Erfolg. Beim zweiten Anlauf in diesem Jahr konnte er Vorstand und Aufsichtsrat des Berliner Unternehmens an Bord holen, aber nicht alle an der Deutsche Wohnen beteiligten Aktionäre. Sie boten zu wenige Aktien an.

Für den dritten Versuch erhöhte Vonovia das Angebot um einen Euro auf 53 Euro je Aktie. Die Deutsche Wohnen ist damit insgesamt gut 19 Milliarden Euro wert. Weil Buch auch mehrere Bedingungen für das Angebot fallen ließ, gab es zuletzt keine Zweifel, dass die Übernahme diesmal gelingen würde. Der Hedgefonds Davidson Kempner, der mit einem Antrag auf eine einstweilige Verfügung die Übernahme noch stoppen wollte, musste klein beigeben.

Integration kann beginnen

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