Ein gut geschnittener Anzug oder ein klassisches Kostüm sind die traditionellen Kleidungsstücke im Job. Doch wie kam es dazu? Und: Warum hat sich daran so wenig geändert?

Klick, klack, klick, klack – das Geräusch, das hohe Pumps mit winzig kleinen Absätzen auf Bürofluren machen, ist unverwechselbar. Genauso wie das „Schlapp, schlapp, schlapp“ von Flip-Flops. Oder das kreischig-helle Quietschen von neuen Sneaker-Sohlen auf frisch gebohnerten Fußböden.

So unterschiedlich die Töne auch sind – sie gehören für viele zum Berufsalltag. Denn eine strenge Uniformität herrscht nur noch bedingt. Unsere Berufsbekleidung hat sich gerade in den vergangenen Jahren rasant schnell gewandelt. Zumindest wenn man die lange Entwicklung zum klassischen Business-Look betrachtet.

Berufsgruppen erkannte man schnell an ihrer Arbeitskleidung

In Europa startete der „Trend“ im 17. Jahrhundert, berichtet „Fast Company“. Damals begannen Anwälte, Beamte und Fachkräfte (keine Handwerker!) in den großen Metropolen wie London, Paris oder Amsterdam in Büros zu arbeiten. Das war neu – zuvor hatten diese Menschen von zu Hause aus gearbeitet. Stiftung Warentest Arbeitsrecht_9.14

In London waren die Old Admiralty Buildings die ersten Bürogebäude, die ab 1726 zur Aufbewahrung von Unterlagen von der Royal Navy errichtet wurden. Und mit dieser Entwicklung veränderte sich auch die Kleidung der Herren zu einer sehr entfernten Version des modernen Anzugs. Im 17. Jahrhundert trugen Männer Hosen vor allem als Reithosen auf Knielänge, dazu ein Hemd, gerne mit Spitze um die Manschetten herum und am Kragen, der darüber hinaus zum Binden war (als früher Vorläufer der Krawatte). Dazu kam die Weste (damals eher ein Wams) und ein Umhang. Die Kleidung sicherte Beweglichkeit, die verarbeiteten Stoffe und Verzierungen zeigten Reichtum und Macht – im Gegensatz zur Arbeits- oder Zunftskleidung.

So erkannte man viele Berufsgruppen über Jahrhunderte an ihrer Bekleidung. Ein zweifacher Nutzen für die Menschen: Zum…