Unruhe in der Union
War’s das für Laschet? Was den CDU-Chef noch im Spiel hält

Im Spotlight: Armin Laschet, CDU-Bundesvorsitzender und Kanzlerkandidat der Union 

© Oliver Berg/ / Picture Alliance

von Florian Schillat
07.10.2021, 16:23 Uhr

Armin Laschet hat 99 Probleme – und eine Regierungsbildung ist gerade keins davon. Der CDU-Parteichef kämpft ums politische Überleben. Hat er eine Chance?

Wer genau hinhört, meint ihn schon zu hören: den Abgesang auf Armin Laschet. Manche in der Union stimmen ihn lautstark an, wie die CDU-Landtagsabgeordnete Ellen Demuth, die schon am Tag nach der Bundestagswahl seinen Rücktritt als Parteichef forderte. Andere schwanken noch in der Wahl ihrer Intonierung, wie die Parteispitzen Norbert Röttgen oder Jens Spahn, die ihre Kritik am Kandidaten nur mit zugepressten Lippen summen. Und einer greift selbstbewusst zum Mikro, der CSU-Vorsitzende Markus Söder, als halte er sich noch immer für die Stimme bei Modern Talking.

Aber wie man es dreht und wendet: Laschet ist angezählt. Elf Tage nach der für CDU und CSU desaströsen Bundestagswahl bekommt er einiges auf die Ohren. Viele in der Union äußern nach der Wahlschlappe den Wunsch nach einem schnellen Neuanfang. Es wird sogar schon über die Zeit nach ihm gesprochen – dabei ist er, nach allem, was man weiß, noch immer der Parteivorsitzende. War’s das für Laschet?

Die Sache mit dem „Keks“

Einiges spricht dafür, dass seine politische Karriere ein baldiges Ende finden könnte. Laschet hat 99 Probleme – die von Plaudereien bis Demütigungen reichen – und eine Regierungsbildung ist seit Mittwoch erstmal keins mehr davon. Grüne und FDP wollen zunächst mit der SPD über die Möglichkeit einer Koalition sondieren, Gespräche über ein Bündnis unter Führung der Union erteilten sie erstmal eine Absage. Und damit Laschets einzig…