Sondierungen
„Denke gar nicht übers Scheitern nach“ – so äußern sich die Beteiligten vor den Gesprächen

Kompromisse finden lautet die Aufgabe für Habeck, Baerbock und Lindner (v.l.n.r)

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Kurz vor ihrem ersten Sondierungsgespräch zu dritt haben die Parteien ihre Knackpunkte deutlich gemacht. Für die Grünen ist der Klimaschutz die „rote Linie“ – die FDP wollen partout keine Steuererhöhungen. Diskussionen sind vorprogrammiert.

SPD, Grüne und FDP kommen am Donnerstagvormittag in Berlin zu einem ersten Sondierungsgespräch zu dritt zusammen. Bei dem auf sechs Stunden angesetzten Treffen sollen die Möglichkeiten zur Bildung einer gemeinsamen Ampel-Koalition unter Führung von SPD-Kanzlerkandidat Olaf Scholz ausgelotet werden.

SPD-Generalsekretär Lars Klingbeil zeigte sich vor den Gesprächen optimistisch: „Ich denke gar nicht darüber nach, dass sie nicht klappen könnten“, sagte der SPD-Politiker im ZDF-„Morgenmagazin“. Er sehe eine Chance, „mit diesen drei Parteien wirklich gesellschaftlichen Fortschritt zu beschreiten“. Die SPD gehe daher in die Sondierungen „mit dem Willen, dass am Ende eine Ampel-Koalition steht, dass Olaf Scholz Kanzler wird“. Es sei aber wichtig, dass „in einer Regierung jede Partei mit Schwerpunkten sichtbar ist“. 

Grüne: Klimaschutz ist „A und O“

Grünen-Chef Robert Habeck hat vor den Sondierungsgesprächen um 11 Uhr den Klimaschutz als „rote Linie“ für seine Partei hervorgehoben. „Wenn diese Regierung es nicht schafft, Deutschland auf den Klimaschutzpfad von Paris zu bringen, dann hat sie ihre geschichtliche Aufgabe verfehlt und deswegen können wir dann auch nicht mitmachen dabei“, sagte Habeck im ZDF-„Morgenmagazin“. Es gebe mit der FDP und der SPD „viele ungelöste Probleme“, erklärte Habeck. „Nichts ist garantiert, aber es gibt natürlich auch Möglichkeiten, Brücken zu schlagen.“ Für…