Buch von James Bernard MacKinnon
Wirtschaft versus Klimakrise: Was wären die Folgen eines Konsum-Stopps?

Drei Junge Männer mit Einkaufstaschen flanieren über eine Einkaufsmeile. Hoher Konsum schadet dem Klima. Aber was, wenn man ihn ganz lassen würde?

© Monika Skolimowska/ZB / DPA

Dass überbordender Konsum Umwelt und Klima schadet, ist inzwischen den meisten Menschen klar. Ist „grüner Konsum“ eine Lösung? Und wie würden sich Einschränkungen wirtschaftlich auswirken? Mit Fragen wie diesen beschäftigt sich ein neues Buch – fundiert und spannend.

„Arm ist nicht, wer wenig hat, sondern wer sich mehr wünscht.“ Mit diesem dem römischen Philosophen Seneca zugeschriebenen Zitat lässt der kanadische Umweltjournalist James Bernard MacKinnon sein Buch „Der Tag, an dem wir aufhören zu shoppen“ beginnen. Facettenreich und spannend beschreibt er, was passieren könnte, würden sich die Menschen wohlhabender Länder mit weniger zufriedengeben. Das Buch bietet eine Fülle interessanter Informationen und Hintergründe – und man wünscht sich so manches Mal, es würde zur Pflichtlektüre für die Bürger reicher Nationen.

Die Welt stecken in einer schlimmen Spirale fest: Ihre Volkswirtschaften hängen vom Konsum ab – doch der Konsum erhöht die Kohlendioxidemissionen. „Der Zusammenhang ist derart eng, dass Klimaforscher seit Langem ein Wachstum des einen Phänomens als Indikator für ein Wachstum des anderen heranziehen“, erläutert MacKinnon. „Beschleunigt sich der Modezyklus, so beschleunigt sich der Klimawandel; schrumpft das Weihnachtsgeschäft, so gelangen weniger CO2-Moleküle in die Atmosphäre.“

Noch vor hundert Jahren lebte man nachhaltiger

Regierungen und Unternehmen orientierten sich an der Vorstellung, die gesamte Wirtschaft von Textilfabriken bis Massentourismus könne von der Schädigung der Umwelt abgekoppelt werden, schreibt MacKinnon. Es…