Mitarbeiter von Kanzler Kurz betroffen
Polizei durchsucht österreichisches Kanzleramt und ÖVP-Zentrale

Nach Informationen der „Presse“ durchsuchten Ermittler die Arbeitsplätze mehrere Mitarbeiter von Kurz im Kanzleramt und der Parteizentrale

© Günter Lenz / Picture Alliance

Medienberichten zufolge hat es sowohl im österreichischen Kanzleramt als auch in der Parteizentrale der ÖVP eine Razzia gegeben. Das engste Umfeld von Bundeskanzler Sebastian Kurz soll ebenfalls betroffen sein.

Die österreichische Polizei hat am Mittwochmorgen laut Medienberichten Büros in der Zentrale der Regierungspartei ÖVP sowie im Kanzleramt durchsucht. ÖVP-Vize-Generalsekretärin Gaby Schwarz bestätigte die Durchsuchungen in der Parteizentrale, ohne allerdings nähere Angaben zu machen. Wie die Zeitung „Die Presse“ berichtete, betraf die Razzia das engste Umfeld von Österreichs Bundeskanzler Sebastian Kurz. 

Schwarz erklärte, bei dem Einsatz der Polizei gehe es um einen „Showeffekt“. Die mit den Vorwürfen verbundenen Ereignisse lägen bis zu fünf Jahre zurück. Nach Informationen der „Presse“ durchsuchten Ermittler die Arbeitsplätze mehrere Mitarbeiter von Kurz im Kanzleramt und der Parteizentrale. 

Hintergrund ist demnach ein Korruptionsverdacht im Zusammenhang mit der Veröffentlichung von Anzeigen und Meinungsumfragen in der Zeitung „Österreich“. Auch Kurz selbst könnte darin verwickelt sein, hieß es in dem Bericht.

Ibiza Affäre: Ermittlungen gegen Kurz wegen möglicher Falschaussage

Gegen Kurz laufen bereits Ermittlungen wegen des Verdachts der Falschaussage vor einem parlamentarischen Untersuchungsausschuss zur sogenannten Ibiza-Affäre. Die Ibiza-Affäre hatte im Mai 2019 ein politisches Erdbeben in Österreich ausgelöst, zum Bruch der Regierungskoalition zwischen Kurz‘ ÖVP und der…