Preiserhöhung
Behörde fällt Entscheidung: Briefversand wird teurer

Die Bundesnetzagentur hat eine Entscheidung gefällt: Der Briefversand wird teurer. Foto: Monika Skolimowska/dpa-Zentralbild/dpa

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Die Bundesnetzagentur gibt grünes Licht – für eine Preiserhöhung bei der Post. Der Versand von Briefen darf teurer werden. Bis Januar dürfte sich erst einmal aber nichts ändern.

Das Briefporto wird teurer. Die Bundesnetzagentur veröffentlichte am Mittwoch einen Spielraum für Preiserhöhungen, auf dessen Basis die Deutsche Post ihr Porto anheben kann.

Es gilt als sicher, dass der Bonner Konzern das tun wird. Besagter Spielraum für Erhöhungen liegt bei 4,6 Prozent – um diesen Prozentbetrag darf der Warenkorb aller Briefarten teurer werden, ob Standardbrief,  Maxibrief, Großbrief oder Postkarte.

Der Wert ist relativ niedrig, bei der Portoerhöhung 2019 lag er bei 8,9 Prozent. Damals verteuerte sich zum Beispiel das Porto für einen Standardbrief um 10 Cent auf 80 Cent. Wie stark das Porto für den Standardbrief zum 1. Januar steigt, entscheidet die Post.

Der Präsident der Bundesnetzagentur, Jochen Homann, sprach von «Raum für moderate Preiserhöhungen». Das neue Porto soll ab Januar 2022 für drei Jahre gelten.

Der Briefmarkt schrumpft im Digitalzeitalter seit langem. Die Menschen schreiben sich deutlich weniger Briefe als früher und nutzen in ihrer Kommunikation stattdessen verstärkt E-Mails, Chats oder soziale Medien. Allerdings ist das Briefgeschäft für das Bonner Unternehmen weiterhin ein lukratives Geschäft – das liegt auch an den vom Staat genehmigten Preiserhöhungen.

dpa

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