Umweltkatatstrophe vor Kalifornien
Ölpest an der Westküste: Anker soll Leck in die Ölpipeline gerissen haben

Seit Sonntag sind 14 Spezialschiffe im Einsatz, um den größten Schaden vor der Küste Kaliforniens abzuwenden.

© Ringo H.W. Chiu/AP / DPA

Seit Samstag breitet sich ein riesiger Ölteppich vor der Küste Kaliforniens aus. Spezialkräfte versuchen seit dem Wochenende den größten Schaden zu beheben. Mittlerweile ist auch die Ursache für die Ölpest gefunden.

Die Ölpest an der kalifornischen Küste ist möglicherweise durch einen Schiffsanker ausgelöst worden. Wie die Zeitung „Los Angeles Times“ am Dienstag berichtete, prüft die Küstenwache, ob ein großes Handelsschiff an der falschen Stelle ankerte und die Ölpipeline beschädigte. Demnach wurde ein Teil der Leitung am Meeresgrund verschoben. Zudem sei ein etwa 30 Zentimeter langer Riss in der Rohrleitung entdeckt worden.

„Man hat an der Ölleitung gezogen wie an einer Bogensehne“, sagte Martyn Willsher, Chef der texanischen Gesellschaft Amplify Energy, die die Ölleitung und mehrere Bohrinseln vor der Küste von Los Angeles betreibt. Seinen Angaben zufolge wurden rund 1200 Meter Rohrleitung verschoben, Dort, wo das Öl mutmaßlich ausgetreten sei, sei die Leitung „um bis zu 30 Meter“ verschoben worden. 

Willsher wollte sich nicht zur Ursache der Schäden äußern, auch nicht zu der Möglichkeit, dass diese auf einen Anker zurückzuführen seien. „Es handelt sich um Stahlrohre mit 40 Zentimetern Durchmesser und einer 2,5 Zentimeter dicken Betonummantelung. Es passiert nicht jeden Tag, dass sie sich um 30 Meter verschieben“, sagte er vor Journalisten.

Seit Samstag 18.000 Liter Öl eingefangen

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