Bundestrainer
Hansi, der Baumeister: Nun wird klar, was Flick anders macht als Löw

Bundestrainer Hansi Flick

© Christian Charisius/ / Picture Alliance

von Christian Ewers
06.10.2021, 16:32 Uhr

Am Freitag bestreitet Hans-Dieter Flick gegen Rumänien sein erst viertes Spiel als Chefcoach der deutschen Nationalmannschaft. Doch schon jetzt ist zu erkennen, wie er sich von seinem Vorgänger Joachim Löw abheben will: durch besessene Arbeit an Details – und einem großen Expertenstab am Spielfeldrand.

Als Oliver Bierhoff im August den neuen Trainer der deutschen Fußball-Nationalmannschaft vorstellte, wählte er dafür einen Ort mit großer Symbolkraft: den Rohbau der DFB-Akademie in Frankfurt am Main. Die Aussage, die Bierhoff offenbar damit transportieren wollte: Wir bauen etwas komplett Neues auf, das Grundgerüst steht bereits – jetzt müssen wir es noch mit Leben füllen.

Der DFB, gegründet zur Zeit des Kaiserreichs, als Start-up und mit Hansi Flick als neuem Projektleiter. So lautete die Versuchsanordnung.

Heute, keine zwei Monate später, will DFB-Direktor Bierhoff, 53, schon deutliche Fortschritte erkennen. Es herrsche Aufbruchstimmung, „ein positiver Geist“ durchwehe das Team, die Spieler gingen mit „Freude und Überzeugung“ ihrer Arbeit nach, berichtete Bierhoff am Mittwoch in Hamburg.

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Im September hatte die von Hansi Flick gecoachte Mannschaft ihre drei WM-Qualifikationsspiele gegen Liechtenstein, Armenien und Island gewinnen können und die Tabellenführung in der Gruppe J übernommen. Nun stehen die nächsten Pflichtspiele an: Am Freitag geht es im Hamburger Volksparkstadion gegen Rumänien (20.45 Uhr, RTL und TV Now) und am Montag in Skopje gegen Nordmazedonien.