Sehen Sie im Video: Whistleblowerin vor US-Kongress – Facebook nimmt psychische Probleme junger Nutzer in Kauf.

Die Facebook-Whistleblowerin Frances Haugen hat am Dienstag vor dem US-Kongress ausgesagt. Sie gab dabei unter anderem an, dass Facebook wisse, dass seine Angebote der psychischen Gesundheit mancher, vor allem junger, Nutzer schade. Der Social-Media-Riese verberge „absichtlich wichtige Informationen vor der Öffentlichkeit, der US-Regierung und Regierungen auf der ganzen Welt“. Das Unternehmen stelle nicht nur sein Gewinnstreben über den Kampf gegen Hassrede und Falschinformationen, Facebook sei sich auch bewusst, dass etwa der Tochterdienst Instagram der psychischen Gesundheit von Mädchen im Teenageralter schade. Mögliche Lösungsansätze seien bekannt, würden aber nicht umgesetzt. Die ehemalige Facebook-Managerin sagte vor einem Unterausschuss für Handel des Senats aus. In einer Zeit, in der Überparteilichkeit in den USA eine Seltenheit ist, waren sich Vertreter von Demokraten und Republikaner einig, dass bei Facebook große Veränderungen notwendig sind. Die Enthüllungen über fragwürdige Geschäftspraktiken dürften Facebooks Ruf weiter schädigen und den regulatorischen Druck weiter erhöhen.