Briefversand
Deutsche Post erhöht Porto-Preise für Briefe

Die Deutsche Post will die Porto-Kosten für den Briefversand erhöhen (Symbolfoto)

© Monika Skolimowska / dpa

von Nicolas Kaufmann
06.10.2021, 16:02 Uhr

Die Deutsche Post hat eine Preiserhöhung im Porto bekanntgegeben. Kunden müssen damit bald mehr für den Versand eines Briefs bezahlen. Auch andere Services sind von dem geplanten Preisanstieg betroffen.

Die Deutsche Post hat am Mittwoch mitgeteilt, dass sie die Kosten fürs Porto anheben will. Ab dem Jahr 2022 sollen Kunden demnach tiefer in die Tasche greifen müssen. Die Post will die Briefpreise um fünf Cent erhöhen, wie aus einer Pressemitteilung hervorgeht. Kunden, die etwa einen Standardbrief verschicken wollen, werden ab Januar also 85 statt 80 Cent zahlen müssen. Der Versand einer Postkarte soll sogar um zehn Cent teurer werden und damit 70 Cent kosten.

Auch der Nachsendeservice der Post soll verändert werden; der Online-Preis für das 12-Monate-Produkt soll von 26,90 Euro für Privatkunden auf 30,90 Euro steigen. Die Online-Preise für die 6-Monate-Variante bleiben mit 23,90 Euro für Privatkunden hingegen stabil. Neu ist, dass Kunden den 6- Monate-Service künftig auch in der Filiale in Anspruch nehmen können. Dabei kostet dieser dann aber mehr als im Online-Angebot – nämlich 26,90 Euro bzw. 42,90 Euro.

Bundesnetzagentur formuliert Spielraum für Preiserhöhung

Grund für die Erhöhung der Porto-Preise ist die Entscheidung der Bundesnetzagentur, welche als zuständige Regulierungsbehörde einen Spielraum für Preiserhöhungen genehmigt hat. Auf dessen Basis darf die Deutsche Post das Porto anheben. Besagter Spielraum liegt bei 4,6 Prozent – um so viel darf der Warenkorb aller regulierter Sendungsarten teurer werden. Der Wert ist relativ niedrig, bei der Portoanhebung 2019 lag er bei rund 8,9 Prozent.