Natürliche Energie
So kann man die Energie von 2000 Atomkraftwerken aus Flusswasser gewinnen

Das Donaudelta könnte zu einem Lieferanten natürlicher Energie werden. 

© NASA / Commons

von Gernot Kramper
06.10.2021, 11:05 Uhr

Wo Flüsse ins Meer strömen, vermischt sich Süß- mit Salzwasser. Eine neuartige Membran gewinnt Strom aus diesem natürlichen Vorgang – das Energiepotenzial dieser neuen regenerativen Energie ist riesengroß.

Flüsse gehören schon immer zu den Lieferanten regenerativer Energie – durch Wassermühlen, später mit Stauseen und Wasserkraftwerken. Nun könnte eine ganz andere Form von Energie angezapft werden. Es geht heute nicht darum, die Geschwindigkeit auszunutzen, mit der das Wasser fließt, sondern Nutzen aus den unterschiedlichem Salzgehalt von Fluss (Süßwasser) und Meer (Salzwasser) an den Mündungen der Flüsse zu ziehen.

Diese blaue Energie kann durch spezielle Membranen in Strom verwandelt werden. Spannend wird das Vorhaben durch das ungeheure Potenzial dieser Energieform. Jedes Jahr fließen 37.000 Kubikkilometer Süßwasser in die Meere. Theoretisch könnte man an der Schnittstelle zwischen Süß- und Meerwasser 2,6 Terawatt Strom erzeugen – das entspricht in etwa der Leistung von 2000 Kernkraftwerken.

Diese Geschichte ist Teil einer Themenwoche der Bertelsmann Content Alliance. Unter dem Motto „Packen wir’s an – Damit es auch morgen noch läuft!“ widmen sich RTL Deutschland, UFA, RTL Radio Deutschland, die Penguin Random House Verlagsgruppe und der Verlag Gruner +Jahr, in dem der stern erscheint, vom 4. bis zum 10. Oktober dem Thema Wasser. Ziel dieser Themenwoche ist es, das Bewusstsein für den Wert und die Bedrohung unserer Ressource Wasser zu erhöhen.

Die blaue Energie basiert darauf, dass die Ionen der Salze eine positive oder negative Ladung aufweisen. In festen Zustand binden sich diese Ladungen gegenseitig. Doch…