Bundestags- und Abgeordnetenhauswahl
Nächste Wahl-Panne in Berlin: Offenbar gaben auch Minderjährige ihre Stimme ab

Wartende Menschen vor einem Wahllokal im Berliner Stadtteil Prenzlauer Berg

© Georg Hilgemann / DPA

In Berlin durften vor neun Tagen auch 16-Jährige abstimmen – jedoch nur bei der Wahl der Bezirksverordnetenversammlung. Nun soll es Fälle geben, wo Jugendlichen fälschlicherweise auch Stimmzettel für die Bundestags- und Abgeordnetenhauswahl ausgehändigt wurden.

Medienberichten zufolge ist es am ohnehin von mehreren Pannen begleiteten Wahlsonntag in Berlin zu einer weiteren gekommen. Wie neben dem „Tagesspiegel“ auch die „Welt“ berichtet, hätten vor neun Tagen auch minderjährige Jugendliche die Möglichkeit gehabt, ihre Stimmen für die Bundestags- und Abgeordnetenhauswahl sowie den Volksentscheid zur Enteignung von Immobilienkonzernen abzugeben. Wahlberechtigt waren Jugendliche unter 18 Jahren jedoch nur für die Wahl der Bezirksverordnetenversammlung, zu der bereits 16-Jährige zugelassen sind.

Konkret nennen beide Zeitungen drei angebliche Fälle in den Bezirken Neukölln und Pankow. Darunter eine Schülerin, die der „Welt“ berichtet, sie habe ihm Wahllokal zu ihrer eigenen Überraschung vier Stimmzettel erhalten. Obwohl sie „natürlich gerne bei den großen Wahlen mitbestimmt hätte“, habe sie die drei fälschlicherweise ausgehändigten Stimmzettel zurückgegeben, wird die 16-Jährige zitiert. Ein 17-Jähriger schilderte in dem Artikel, er habe tatsächlich bei allen vier Wahlen abgestimmt. Dass dies nicht erlaubt gewesen sei, habe er erst später von seinem älteren Bruder erfahren. 

Fälle lassen sich nicht überprüfen

Man könne die Schilderungen nicht nachprüfen, sagte Marc Albrecht, Leiter des Bezirkswahlamtes Pankow, der „Welt“. Sollte es stimmen, seien dies „aber bedauerliche Einzelfälle“. Es liege auch in der…