Sondierungsgespräche
Durchgestochene Informationen: Grüne werfen der CDU „Kommunikation über die „Bild“-Zeitung“ vor

Informationen an die „Bild“ durchgestochen: Die CDU verbaut sich weiterhin den Weg ins Kanzleramt

© Fabian Sommer / DPA

Nach den Sondierungsgesprächen werfen FDP und Grüne der Union mangelnde Vertraulichkeit vor. Die Partei soll Informationen an die Medien durchgestochen haben. Das stellt ihre Position als würdigen Gesprächspartner in Frage.

Führende Grüne haben der Union vor dem gemeinsamen Sondierungsgespräch am Dienstag mangelnde Diskretion vorgeworfen. Es sei in allen Runden Vertraulichkeit vereinbart worden, sagte der politische Bundesgeschäftsführer der Grünen, Michael Kellner, am Dienstag im RTL/ntv-„Frühstart“. „Dass man dann die Kommunikation über die „Bild“-Zeitung betreibt, wirft kein gutes Licht auf die Zustände in der Union“, sagte Kellner, der dem zehnköpfigen Sondierungsteam der Grünen angehört.

Es sei „auffällig“, dass aus dem einzigen Sondierungstreffen der Union – dem mit der FDP am Sonntag – etwas bekannt geworden sei. „Das hat uns schon schwer irritiert.“ Auf die Frage, ob er sich vor den heutigen Gesprächen von Grünen und Union Sorgen mache, ob alles geheim bleibt, sagte er: „Ja, die Sorge habe ich.“

Mit dem Treffen von Union und Grünen endet am Vormittag eine erste Reihe von Sondierungsgesprächen über eine neue Regierung. Die Grünen-Politiker Cem Özdemir und Jürgen Trittin äußerten Zweifel an der Verhandlungsfähigkeit von CDU und CSU. Dass aus dem Treffen von Union und FDP Ergebnisse durchgesickert seien, sei nicht gerade ein Vertrauensbeweis und ein „Zeichen für interne Führungsprobleme“, sagte Özdemir am Dienstag in der Sendung „RTL Direkt“. Das sei ein Signal, dass die Union ein massives Problem habe.

Zweifel an Union als Verhandlungspartner

Trittin sagte:…