„Wir wollen junge Mädchen zum Spielen inspirieren und den Leuten zeigen, wie cool es ist, Fußball zu spielen, und dass Frauenfußball fantastisch ist“, sagt Sarah Zadrazil der DW. Die Mittelfeldspielerin des deutschen Meisters FC Bayern München freut sich auf den Start der neu gestalteten Champions League der Frauen ab diesem Dienstag. Die UEFA hat das Preisgeld der Frauen-Champions-League vervierfacht, auf 24 Millionen Euro. „Der Frauenfußball wächst, er wird immer größer. Und ich denke, es ist wichtig, dass die großen Vereine investieren und das Potenzial des Frauenfußballs erkennen.“

Neben den Bayern haben auch andere Männervereine mit großem Namen in den vergangenen Jahren die Investionen in ihre Frauenmannschaften gesteigert, etwa der VfL Wolfsburg oder die TSG Hoffenheim, die ebenfalls das Ticket für die Champions League der Frauen gelöst haben. „Traditionelle“ Frauenvereine wie Zadrazils Ex-Klub Turbine Potsdam haben dagegen an Bedeutung verloren. „Es gibt einen großen Unterschied zwischen Potsdam und Bayern“, sagt die 28 Jahre alte Österreicherin. „Bei den Bayern hat man einfach viel mehr Möglichkeiten.“

Gegen Rekordsieger Lyon

Zu den Neuerungen in der Champions League gehört die Gruppenphase, in denen vier Teams je Gruppe um den Einzug ins Viertelfinale spielen. Die ersten beiden jeder Gruppe qualifizieren sich für die Rund der besten Acht. Zuvor war die Königsklasse bei den Frauen komplett im K.o.-Modus mit Hin- und Rückspielen ausgetragen worden.

„Ich finde das neue Format wirklich cool“, sagt Zadrazil. „Man hat mehr Spiele und trifft auch schon in der Gruppenphase auf Topteams.“

So bekommen es die Münchnerinnen in ihrer Gruppe mit Champions-League-Rekordsieger Olympique Lyon zu tun. Der französische Klub triumphierte siebenmal in der Königsklasse, zwischen 2016 und 2020 fünfmal in Serie.

„Es wird schwer, gegen Lyon zu spielen“, erwartet Zadrazil. „Aber wir haben uns als Mannschaft im Vergleich zum vergangenen Jahr weiterentwickelt. Schon die…