Den menschengemachten Klimawandel bestreitet heute kaum noch jemand. Doch dieses Wissen musste hart erarbeitet werden. Für die Grundlagen heutiger Klimamodelle gibt es nun eine besondere Auszeichnung.

Erst kürzlich führte der Weltklimarat erneut vor Augen, was die fortschreitende Klimaerwärmung für uns Menschen bedeutet.

Ganze Weltregionen drohen unbewohnbar zu werden, Extremwettereignisse wie Überschwemmungen, Dürren und Hitze werden häufiger, Gletscher und Polkappen schmelzen, der Meeresspiegel steigt. Knapp zusammengefasst: Es wird übel. Und wenn der Treibhausgas-Ausstoß nicht drastisch zurückgeht, wird es noch übler.

Diese Prognosen wären ohne wegweisende Grundlagenstudien der 60er, 70er und 80er Jahre gar nicht möglich. Zwei der wichtigsten Wissenschaftler auf diesem Gebiet teilen sich in diesem Jahr eine Hälfte des Physik-Nobelpreises. Mit der anderen Hälfte wird Forschung zu sogenannten komplexen Systemen ausgezeichnet.

Die beiden Forscher Klaus Hasselmann und Syukuro Manabe haben Erkenntnisse herausgearbeitet, die aktuellen Klimamodellen und -prognosen zugrunde liegen. Dazu gehören:

– Eine Erwärmung, wie wir sie gerade auf der Erde erleben, geht auf eine steigende Konzentration bestimmter Gase – allen voran CO2 – in der Atmosphäre zurück, und nicht etwa auf erhöhte Sonnenstrahlung.

– Die sich ständig änderende Wetterlage überall auf der Welt kann zu einer Art Hintergrundrauschen zusammengefasst werden. Aus diesem Rauschen lässt sich die Veränderung des Klimas herauslesen.

– Verschiedene Einflüsse auf das Klima lassen sich unterscheiden. Dadurch wird die menschengemachte Klimaerwärmung durch den Ausstoß von Treibhausgasen nachweisbar.

Der 89-jährige Hamburger Forscher Hasselmann und der Japaner Manabe gelten unter Klimaforschern als Ikonen. Manabe…