Sehen Sie im Video: 19-jähriger Deutscher düpiert die internationale Segelelite.

Dieser junge Einhandsegler, Melwin Fink, ist erst 19 Jahre alt und hat den härtesten und erfahrensten Seglern der Offshore-Szene gezeigt, wo es langgeht. Inmitten der noch laufenden ersten Etappe der Einhand-Transatlantikregatta Mini-Transat verzichtete der junge Jura-Student darauf, wegen einer Sturmwarnung, die die Rennleitung herausgegeben hat, einen sicheren Hafen anzulaufen. Alle anderen begaben sich in Sicherheit. Er entschied sich, dem angekündigten Sturm mit Böen von bis zu 50 Knoten möglichst davonzufahren oder notfalls abzuwettern. Der Plan ging auf. Er fuhr einfach weiter und führt jetzt eine Gruppe von sehr schnellen aber nur 6.5 Meter-Segelbooten in Richtung Kanarische Inseln an und wird das Rennen von Frankreich in die Karibik wohl als Jüngster in der Spitzengruppe abschließen, wenn nicht sogar gewinnen. . In der Segelgemeinde wird gestritten, ob der 19-Jährige aus Bad Salzuflen zu viel riskiert hat und von der verantwortlichen Seemannschaft der Konkurrenz profitiert. Ein Segelmagazin titelte bereits augenzwinkernd mit der Überschrift „Der größte Raub des Jahrhunderts.“ Die Besonderheit der Transat gebe aber Melwin Fink recht, sagen gerade ältere und erfahrene Segelexperten in Frankreich. Alle Teilnehmer der Regatta erhalten per Funk die gleichen Wetterdaten, die sie alleine auswerten müssten. Sie müssten alleine entscheiden.