Handelskonflikt
Trotz harter US-Handelsstrategie: Positives Echo in China

Auf einem Terminal in der inneren Mongolei werden Container verladen. Foto: Lian Zhen/XinHua/dpa

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Die Regierung von US-Präsident Biden zeigt sich im Handelskrieg mit China unbeirrt, will aber wieder ins Gespräch kommen. In Peking wird die neue Strategie positiv aufgenommen.

Trotz der unverändert harten Linie im Umgang mit China ist die neue Strategie der USA im Handelskrieg der beiden größten Volkswirtschaften auf ein erstes positives Echo chinesischer Experten gestoßen.

Die staatliche Zeitung «Global Times», die der Führung in Peking häufig als englischsprachiges Sprachrohr dient, zitierte am Dienstag Fachleute, die ein «positives Signal» dafür sähen, dass bald geplante Handelsgespräche konstruktiver verlaufen könnten.

Die Pläne der US-Handelsbeauftragten Katherine Tai für «freimütige Gespräche» mit China könnten darauf hindeuten, dass den USA klar geworden sei, dass sie die Handelsspannungen auf pragmatischere Weise lösen müssten, zitierte das Blatt Gao Lingyun von der Chinesischen Akademie für Sozialwissenschaften. Das stimme mit der Strategie Chinas überein, das immer gesagt habe, dass die Differenzen durch offenherzige Verhandlungen gelöst werden müssten.

China verweist auch auf Pandemie-Effekte

Die US-Vorschläge zeigten auch, dass die Strafzölle nicht die geplanten Auswirkungen hätten, sagte Gao Lingyun. Die USA hätten weder Alternativen für chinesische Produkte gefunden noch seien industrielle Ketten gezwungen worden, China zu verlassen. Zölle im bilateralen Handel schädigten Verbraucher und Hersteller in den USA – und seien im Kampf der US-Regierung gegen Inflation nicht hilfreich. Auch habe China seine Verpflichtungen aus der Einigung über die Phase Eins in dem Handelskonflikt vom Januar 2020 «weitgehend…