Wie hat sich die Champions League der Frauen entwickelt?

Als Geburtsstunde der UEFA Champions League der Frauen gilt der 23. Mai 2000. Damals beschloss das Exekutivkomitee des europäischen Fußballverbands, den „UEFA Women’s Cup“ ausspielen zu lassen. In der Saison 2001/2002 feierte der erste europäische Vereinswettbewerb der Frauen seine Premiere. In der Vorrunde starteten 32 Mannschaften, den ersten Titel gewann der 1. FFC Frankfurt. Die Tore für den deutschen Meister im Finale in Frankfurt am Main gegen Umea IK aus Schweden erzielten die spätere Bundestrainerin Steffi Jones und die dreimalige Weltfußballerin Birgit Prinz.

Zur Saison 2009/2010 wurde der Wettbewerb in „UEFA Women’s Champions League“ umgetauft. 32 Teams qualifizierten sich für die Finalrunden, die im K.o.-Modus ausgetragen wurden. Rekordsieger ist der französischen Klub Olympique Lyon mit sieben Titeln.

Dzsenifer Marozsan (l.) und Trainer Colin Bell nach dem Champions-League-Sieg des 1. FFC Frankfurt im Mai 2015

In den 20 Spielzeiten seit 2001 kamen die Gewinnerinnen neunmal aus Deutschland: Der 1. FFC Frankfurt triumphierte viermal, Turbine Potsdam und der VfL Wolfsburg je zweimal und der FCR 2001 Duisburg einmal.

Nach welchem Modus wird jetzt gespielt?

Von dieser Saison an gibt es in der Champions League der Frauen – wie beim Pendant der Männer – eine Gruppenphase. 16 Mannschaften spielen in vier Vierergruppen. Direkt qualifiziert sind nach dem neuen Modus der Titelverteidiger und die Meister-Teams der drei im UEFA-Ranking höchstplatzierten Verbänden. Sollte der Titelverteidiger der aktuelle Meister eines dieser drei Länder sein, geht das vierte Ticket an den Meister des viertplatzierten Verbands.

Simone Laudehr, Kapitänin des FC Bayern, mit der (deutschen) Meisterschale

In dieser Saison standen in der Nationenwertung Frankreich (Meister Paris St. Germain), Deutschland (FC Bayern) und Spanien (FC Barcelona) oben. Da Barcelona auch Titelverteidiger ist, erhielt der englische Meister FC…