Auf der Website für Störungen downdetector.com (allestörungen.de) gingen 10,6 Millionen Fehlermeldungen ein, die aus den USA und Europa sowie Ländern wie Kolumbien oder Singapur kamen. Downdetector bezeichnete den Ausfall bei Facebook und seinen Tochterunternehmen als „den größten jemals beobachteten“. Nutzerinnen und Nutzer der Facebook-Website sahen von etwa 17.45 Uhr MESZ an lediglich eine Fehlerseite oder eine Meldung, dass ihr Browser keine Verbindung herstellen kann. Bei WhatsApp konnten keine Nachrichten verschickt werden, bei Instagram wurde der Feed nicht neu geladen.

Millionen Nutzer sahen solche Fehlermeldungen

Nach knapp sieben Stunden waren die Dienste schrittweise wieder erreichbar. Das technische Team von Facebook entschuldigte sich via Twitter, als die Dienste langsam online gingen. „An die riesige Gemeinschaft von Menschen und Unternehmen auf der ganzen Welt, die sich auf uns verlassen: Es tut uns leid“, tweetete das Team. „Wir haben hart daran gearbeitet, den Zugang zu unseren Apps und Diensten wieder herzustellen und freuen uns, dass sie jetzt wieder online gehen. Danke, dass ihr uns unterstützt habt.“

Interner Fehler oder Sabotage? 

Sicherheitsexperten sagten, der zeitweilige Ausfall könne das Ergebnis eines internen Fehlers sein. Es gebe Hinweise darauf, dass Online-Verbindungen, die Nutzer zu dem Netzwerk führen, unterbrochen gewesen seien. Auch eine Sabotage durch einen Insider sei theoretisch möglich. Kurz nach dem Ausfall hatte der Konzern Probleme bestätigt, aber keine konkreten Angaben gemacht.

Zwei namentlich nicht genannte IT-Sicherheitsexperten von Facebook sagten der Zeitung „New York Times“, eine Cyberattacke als Auslöser der Störung erscheine unwahrscheinlich. Die Technologie hinter den einzelnen Apps des Konzerns sei zu unterschiedlich, um sie mit einem Cyberangriff alle gleichzeitig offline zu bringen. Laut der Zeitung fiel auch das interne Kommunikationssystem bei Facebook aus, Mitarbeiter konnten nicht auf…